Lindy Komplettlabor200

Moderator: suntri

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supercarry

Beitrag von supercarry »

Hallo,

da ich ebenfalls im Besitz des Lindy 200 Handbuchs bin habe mal angefangen es einzuscannen. Ich habe es aber nach wenigen Seiten wieder aufgegeben, da aufgrund der Beschaffenheit (nicht Erhaltungszustand) des Buches eine Reihe von Schwierigkeiten bestehen die ein halbwegs vernünftiges Ergebnis bei vertretbarem Arbeitsaufwand verhindern:

- Die Bindung des Buches verhindert ein planes aufliegen auf dem Scanner, Ränder des Textbereiches werden dadurch verzerrt und dunkler eingelesen.
- Das Papier ist relativ dunkel und die Schrift vergleichsweise klein, dadurch recht schlechter Kontrast.
- Das Papier der Anleitung ist leider hauchdünn, beim scannen wird die Rückseite praktisch gleich mit eingescannt, entsprechend dürftig ist das Ergebnis.

Da die Anleitung auch noch recht umfangreich ist habe ich das digitalisieren dann aufgegeben, da der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum erreichbaren Ergebnis steht.

Dann lieber bei Ebay auf die Lauer legen, die Lindy-Kästen werden dort immer mal wieder angeboten und sind für kleines Geld (ca. 5-25 Euro) zu haben.

Gruß
Heinrich

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Thomas

Beitrag von Thomas »

Hallo »Suntri«

et al.,
Frage: Ist das Lindy Handbuch schon eingescannt worden?
Das Einscannen werd' ich in den nächsten Tagen erledigen.
Mir stehen dazu die geeigneten Mittel zur Verfügung.

Wie dann den evt. Interessierten diese Anleitung zugänglich gemacht
werden kann, ohne mit dem Urheberrecht zu kollidieren, überlasse
ich den/dem Macher(n) dieses Forums . . . :wink:

Ich gebe natürlich auch gerne das gedruckte Exemplar ab, weil
ich den Lindy-Kasten selbst schon ewig nicht mehr habe.


Beste Grüsse
Thomas

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suntri
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Beitrag von suntri »

Ich habe die Firma Lindy soeben für eine Bewilligung angeschrieben.
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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suntri
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Beitrag von suntri »

Gute Nachrichten.

Wir haben soeben von der Firma Lind die Bewilligung für Beiträge im Forum und WIKI sowie das Einscannen und weitergeben der Handbücher bekommen.

http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... %C3%A4sten

Der Startpunkt für LINDY im WIKI ist hier zu finden:
http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php/LINDY

Oder über die Hauptseite -> Diverse Baukästen (Elektronik) -> LINDY

Gruss suntri
Gruss suntri

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Thomas

Beitrag von Thomas »

Hallo miteinander,

das Anleitungsbuch zum LINDY©Komplettlabor200 ist eingescannt.
Im Moment sitze ich an der Bearbeitung der Scans.

Hier schon mal die ersten 23 Seiten als BETA-Version in
zwei verschiedenen Auflösungen mit Bitte um Meinungen
und Kommentare.

Niedrige Auflösung (e-book) - ca. 5 MB (Das ganze Buch hätte ca. 30MB)
http://www.mtp-studio-net.homepage.t-on ... -lores.pdf

Hohe Auflösung - ca. 26 MB (Das ganze Buch hätte ca. 135 MB)
http://www.mtp-studio-net.homepage.t-on ... 0-Beta.pdf

Ich empfehle, die höhere Auflösung zu bevorzugen . . .

Beste Grüsse
Thomas P.

P.S.: Logisch - Die Dateien nehme ich irgendwann wieder vom Server ... 8)
Zuletzt geändert von Thomas am 23.06.2007, 02:36, insgesamt 1-mal geändert.

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suntri
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Beitrag von suntri »

Ich empfehle die hohe Auflösung. Runterskalieren kann man danach immer noch.
Gruss suntri

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Thomas

Lindy Komplettlabor200 - Handbuch jetzt verfügbar

Beitrag von Thomas »

Hallo miteinander,

das komplette Handbuch vom Komplettlabor200 ist jetzt hier verfügbar:
http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... ttlabor200

124 Seiten - 155 Megabyte - downloadzeit ca. 7 Minuten mit DSL

Die Druckqualität des Originalhandbuches ist nicht »das gelbe vom Ei«,
(besonders Seite 105) aber ich habe versucht, das beste draus zu
machen.

Die Schneidemarken habe ich in der PDF-Datei belassen.
Beim Ausdrucken auf A4 und anschliessendem Beschnitt
tut man sich leichter.

Gleichzeitig habe ich in dem hier angekoppelten Wiki ein paar Ergänzungen
zu diesem Kasten eingesetzt.

• Die thumbnail-funktion im wiki funktioniert nicht ??!!
• die SQL-Fehlermeldungen habe ich ignoriert.

Beste Grüsse + ein schönes Wochenende
Thomas P.
Zuletzt geändert von Thomas am 24.06.2007, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

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suntri
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Beitrag von suntri »

Besten Dank für den Hinweis zu Thumbnail. Das mit der Datenbank habe ich schon ein paar Tage.
Ich habe beim Provider 2 Ticket eröffnet, da ich den Fehler nicht auf meiner Seite vermute.

Ich habe soeben das Handbuch runtergezogen und dabei ist mir folgendes aufgefallen. Alle ungeraden Seiten sind merklich schlechter als die geraden. Eigentlich leider nicht lesbar. Das ist ab Seite 21 bis 51.

Besten Dank und Gruss suntri
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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Thomas

Beitrag von Thomas »

suntri hat geschrieben:Besten Dank für den Hinweis zu Thumbnail. Das mit der Alle ungeraden Seiten sind merklich schlechter als die geraden. Eigentlich leider nicht lesbar. Das ist ab Seite 21 bis 51.

Besten Dank und Gruss suntri
... hätte ich doch genauer prüfen sollen. Das ist (komischerweise)
ein Effekt, den ich bei dem Philips-Manual auch hatte.
Ich muss die PDF nur noch einmal schreiben - dann passt es.

OK - Fehler behoben, neuer upload erledigt!

Sorry wegen der Unbequemlichkeiten + schönen Sonntag
Thomas P.

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Thomas

LINDY Clone bie Ebay aufgetaucht

Beitrag von Thomas »

Grüss Gott miteinander,

da läuft gerade ein sehr dem LINDY-Labor ähnlicher »Kasten«
im bekannten online-Auktionshaus (das mit den 5 bunten Buchstaben):

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... &rd=1&rd=1

Aus der Artikelbeschreibung: »Elektronik-Labor ELBK 200 in einem Handkoffer ...«

MfG
Thomas

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Thomas

Re: Lindy Komplettlabor200 - Handbuch jetzt verfügbar

Beitrag von Thomas »

Thomas hat geschrieben:das komplette Handbuch vom Komplettlabor200 ist jetzt hier verfügbar:
http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... ttlabor200
Hallo miteinander,

der o.a. link scheint nicht zu funktionieren. Ich gestatte mir daher,
hier noch einmal den Link für dieses Handbuch auf meinen Sever
zu setzen:

http://www.mtp-studio.de/LINDY-Komplettlabor200.pdf

Downloadzeit ca. 7 - 8 Minuten (DSL) 155 Megabyte.

Liebe Grüsse
Thomas

PS.: Nachtrag 09.10.2007:
Der als »nicht funktionierend« interpretierte link ist (wieder) OK.
Interessenten werden auf die entsprechenede Wiki-Seite umgeleitet,
von dieser widerum gibt es (auch) den Zugang zum PDF-Handbuch.

PPS.: Nachtrag vom 05.05.2010
Zur Zeit kann ich das Anleitungsbuch wg. Platzproblemen auf meinem Server
nicht zur Verfügung stellen. Wer dieses Anleitungsbuch dennoch haben
möchte, kann sich jederzeit gerne direkt an mich wenden.

MfG
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am 05.05.2010, 00:38, insgesamt 3-mal geändert.

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hansen1807

Elektronik Baukasten Lindy Komplettlabor 200 Anleitung

Beitrag von hansen1807 »

Hallo, ich habe auch noch so eine Komplettlabor im Keller stehen. Leider ohne Anleitung. Der Link zur Anleitung funktioniert leider nicht...Hätte noch jemand einen anderen Link? oder könnte mir die Anleitung als Pdf schicken?

Danke

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hansen1807

Beitrag von hansen1807 »

Danke, Thomas. Vielen Dank auch im Namen meines Sohnes....

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suntri
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Beitrag von suntri »

Ich habe soeben auch noch den Link im WIKI angepasst. Solange das PDF bei Thomas verfügbar ist, ist auch ein download möglich.

Besten Dank Thomas

http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... tlabor_200
Gruss suntri

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Don Pasquale
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Don Pasquale »

Ich sehe hier gerade was in der Bucht. Vielleicht für manche interessant

http://cgi.ebay.de/Experimentierkasten_ ... 240%3A1318

mc71
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von mc71 »

Interessant vielleicht, hat aber nix mit dem in diesem Thread verhackstückten 'Komplettlabor' zu tun- außer daß es vom selben Vertrieb stammt.

(Ich gehe mal davon aus, daß das nicht Deine Auktion ist. Eigenwerbung pflegt gelegentlich Klassenkeile nach sich zu ziehen...)

Don Pasquale
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Don Pasquale »

Genau genommen hast Du Recht, in der Auktion wird ein 150 angeboten der Thread ist über 200.
Haben die nichts miteinander gemein? Bauteile, Handbuch, Experimente?

Da ich noch nie einen Lindy in einer Auktion gesehen habe, dachte ich, dieser Thread sei die
Beste Stelle um darauf aufmerksam zu machen. Würden hier mehr Leute posten, würde ich
natürlich stärker auf eine Threadreinheit achten.

Ciao
Don
ps: nein, ist nicht meine Auktion.

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JED

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von JED »

Dann mal wieder was zum 200er:

Ich habe mir das Handbuch im Schnelldurchgang reingezogen... Irgendwer sprach vom Vergleich der Didaktik der verschiedenen Kästen: Hier gibt es ja wohl keine. Die Schaltungsauswahl ist, als hätte jemand eine fast beliebige Auswahl von Bauelementen getroffen (Chop Suey), Hauptsache, von allem etwas dabei, und dann wie ein Wilder unsinnige Schaltungen daraus zusammengehäkelt.

Selbst wenn man berücksichtigt, dass in billigsten Transistorradios Ende der 60er, Anfang der 70er tatsächlich noch Miniaturtrafos "interstage" verbaut wurden, weil sie anscheinend billiger waren als Transistoren, und berücksichtigt, dass eisenlose Endstufen in Billigprodukten noch länger nicht verbreitet waren, ist diese massive Anwendung von Trafos ja wohl eher "daneben".

Einen SCR (Thyristor) würde auch niemand für die meisten der Schaltungen missbrauchen usw. usf. Diesen Kasten würde ich nicht mal als historisches Anschauungsobjekt für sinnvoll halten - pure Zeitverschwendung, Wissensvermittlung gleich Null, nur unintelligentes Rumgewurschtel (genau die Methode, wie viele Kids heute mit ihrem PC umgehen).

So vermittelt man letztlich nur Überdruss, aber niemals Neugierde auf Wissen.

Mir kommt dabei nun eine Frage, die ich aber in einem anderen Thread stellen möchte...

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physlehrer

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von physlehrer »

Hallo JED,

ich hab zufällig in Berlin auf dem Flohmarkt einen Lindy 200 erstanden und hier das Handbuch dazu gefunden. Als Physiklehrer würd ich gerne an unserer Schule das Labor im Praktikum vorstellen und auch Schüler damit experimentieren lassen.

Nun hat mich deine Kritik am Handbuch, die Didaktik betreffend, etwas verstört. Ist die Auswahl wirklich so schlecht? Ich hab das Handbuch auch nur kurz überflogen, für eine Darstellung der Elektronik zu Zeiten, als es noch "6-Transistor-Empfänger" aus Japan für sündteures Geld gab, scheint es mir doch (bedingt) geeignet.

physlehrer

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JED

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von JED »

Hallo physlehrer,

ich musste mir das Handbuch gerade nochmal runterladen. Mein Eindruck war letztens wohl so vernichtend, dass ich es de facto wieder von der Festplatte gelöscht hatte - als Muster ohne Wert. (Dasselbe habe ich soeben nach Durchklicken wieder getan...) Nicht nur die Auswahl ist schlecht, besonders auch die Ausführung.

Aber eigentlich steht alles in meinem damaligen Posting drin, z. B.:

Die Schaltungsauswahl ist, als hätte jemand eine fast beliebige Auswahl von Bauelementen getroffen (Chop Suey), Hauptsache, von allem etwas dabei, und dann wie ein Wilder unsinnige Schaltungen daraus zusammengehäkelt.

Man kann halt Schaltungen entwerfen, die zwar irgendetwas tun, aber tatsächlich zu jeder Zeit jeder vernünftigen Entwurfspraxis widersprachen. Aber hier ist es noch dadurch getoppt, dass die Schaltungen größtenteils auch noch vom "Von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge"-Typ sind. Oder: Man gebe McGyver eine Platine mit 90% defekten Bauteilen und lasse ihn daraus unter immensem Zeitdruck irgendeine x-beliebige Schaltung basteln...

Zudem sind viele gegebene Informationen auch noch sachlich falsch und praktisch immer unvollständig - es fehlt oft gerade das Wesentliche. Verständnis kann da keines aufkommen. Wenn heutige fernöstliche "Entwickler" mit solchen Kästen "sozialisiert" wurden, wird absolut erklärlich, warum heute soviel Elektronik-Schrott von dort kommt. (Der Deutsche hat noch zusätzlich das Problem einer verständnislosen Übersetzung.)

Auch in europäischen Kästen gibt es natürlich kompromissbehaftete Schaltungsauslegungen hinsichtlich der Bauteilewerte und -verwendung - aber sie sind i. A. der Knappheit (dem Preis) geschuldet und nicht prinzipiell widersinnig. Als Beispiel möchte ich das Kosmos Elektronik-Labor X nennen, das viele untypische Komplementärschaltungen zeigt sowie vielfach mit Teilbetriebsspannungen arbeitet. Aber die Schaltungen an sich machen Sinn und es werden Grundlagen unabhängig von der Komplementarität vermittelt. Eigentlich fehlten im Grundkasten primär die symmetrischen Multivibratoren, was didaktisch allerdings auch unklug war.

Um aus den Schaltungen des 200er Rückschlüsse auf die Schaltungskultur alter Taschen-Transistorradios ziehen zu können, bedarf es m. E. schon fundierter (und praktischer) Kenntnisse der Historie. Aber in gewisser Weise ist das korrekt: Besonders die Plagiate der Plagiate, also Kopien japanischer Produkte, machen auch oft einen eher ausgewürfelten und zusammenprobierten Eindruck (und umgekehrt ;-)), als einen am Zeichentisch entworfenen. Mit wachsender Komplexität der Geräte (Stereoanlagen, Radiorecorder etc.) wurde auch der Drahtverhau (selbst bei den Japanern) immer größer und wirrer, trotz gedruckter Schaltungen...

Ich bin eigentlich der Ansicht, dass heutige Kinder und Jugendliche durch den medialen Overkill schon genug verwirrt werden. ADHS ist bestimmt nicht nur ein Phänomen gestörter Biochemie, sondern auch eines der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" (Franck) - natürlich schon bei den Eltern. Aus Beliebigkeiten zusammengek(l)otzte neue Beliebigkeiten sind heute die Kassenknüller der "Kulturindustrie" (Adorno/Horkheimer). Dank Computer geht sowas ja heute schnell und billig.

Wo bleibt dann aber das Bedürfnis nach Ästhetik und die Überzeugung ihrer prinzipiellen naturimmanenten Existenz, die zum Beispiel Einstein vorangetrieben hat? Wie soll andererseits Verständnis für das Prinzip "Evolution" aufkommen? Nee, da muss so ein ausgemachter Technik-Müll nicht auch noch sein. Es gibt Alternativen.

Viele Grüße
Joachim/JED

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physlehrer

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von physlehrer »

Hallo Joachim,

vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ich werde den Baukasten dem an unserer Schule tätigen Elektronikfachmann geben, der soll einfach mal schauen, was man eventuell für Schüler nutzen kann. Ich selbst bin dazu qua Ausbildung leider nicht in der Lage. Vielleicht kann man ja Transistorkennlininen oder ähnliches erarbeiten lassen.

Die Ansichten zum medialen Overkill kann ich nur voll inhaltlich unterschreiben. Ich bin sogar der Ansicht, dass ADHS überhaupt keine "biochemischen" Ursachen hat. Allein: das hilft mir als Lehrer nicht weiter, ich muss mit den heute existierenden Schülerinnen und Schülern arbeiten. Dabei versuche ich im Fach Physik tatsächlich die elementaren Grundlagen (Kraft ist nicht Energie, Spannung ist nicht Strom, Leistung ist nicht Arbeit etc.) herauszuarbeiten, ebenso versuche ich (mit wechselndem Erfolg), den Jugendlichen die Eleganz und Schönheit der mathematischen Modellbildung, die die Physik zahlreich enthält, näherzubringen. Auch hoffe ich stets, Neugier auf Wissen zu wecken.

Was mir sehr viel schwerer fällt, ist die Vermittlung von Technik, egal ob mechanisch, elektronisch oder computerbezogen. Vielleicht hilft meine eigene "Computer-Geschichte" weiter: als ich einen C64 besass, da wusste ich (nach einiger Zeit) recht genau, was in diesem Stück Elektronik passiert. Das war wohl Anfang der 80er Jahre. Inzwischen sind PCs so komplex und auch kompliziert geworden, dass ich nur noch erahnen kann, was eigentlich abläuft, wenn ich ein Programm starte. Was, um Gottes Willen, soll ich denn jetzt den Schülern beibringen? Wo fangen die Grundlagen an? Soll ich beim Transistor als Schalter anfangen, bei integrierten Schaltkreisen oder bei Mikroprozessoren? Brauchen wir die Kirchhoffschen Gesetze oder genügt es, nach einem Datenbuch einen integrierten Schaltkreis mit der nötigen Peripherie zu versorgen und nachzuschauen, ob sich die Schaltung wie vom Datenblatt versprochen verhält? Was sind denn heute "didaktisch wertvolle" Schaltungen in der Elektronik? Wenn es Alternativen zum Technik-Müll gibt, wo genau liegen sie?

Ich weiss, wir haben uns vom Lindy Komplettlabor200 meilenweit entfernt, und vielleicht ist das alles ja off-topic, wie man heute so schön sagt. Trotzdem finde ich die Diskussion an dieser Stelle sehr spannend.

Viele Grüsse

Uli/physlehrer

mc71
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von mc71 »

Gab es nicht mal den Begriff des 'Montagmorgen-Syndrom', bedeutet: die Kiddies knallen sich das ganze Wochenende mit Action-Fernsehserien zu und man braucht erst einmal drei, vier Schulstunden bis sie halbwegs ansprechbar sind? Wobei ich sagen muß, daß das heutige Kinderprogramm auch auf den kommerziellen Sendern in weiten Teilen durchaus brauchbar ist- aber eben in Maßen genossen, nicht in Massen ;o)

Und was den C64 angeht... nun, da war aber bei den meisten schon an den Steckbuchsen Schluß. In die Hardware konnte man sich einarbeiten- aber wie es in den ICs aussieht war damals schon den Ingenieuren vorbehalten, weiter als die 'Programmiermodelle' ging die Kenntnis nicht. Das lernt unsereins erst seit wenigen Jahren, Stichwort FPGA und VHDL. Gehen wir weiter zurück ZU DEN Elektronenröhren, ist es wieder das gleiche: Skizzenhafte Einsicht ja, aber die genauen Details... Fehlanzeige. Geschweige daß sich jemand seien eigenen trioden basteln würde- das gibts auch erst seit kurzem. Kurzum: Nur Mut, irgendwo muß man die Grenze ziehen, hinter der alles nur noch Black Box ist. IMHO ist es dabei völlig egal, wo. Wichtig ist, daß das, was vermttelt wird, leicht zu begreifen ist und daß immer das Gefühl erhalten bleibt, daß man das Gelernte im Alltag wenn schon nicht braucht, so doch wiedererkennt.

Zurück zum Lindy: Leider hat JED die Anleitung ja schon wieder gelöscht, sonst hätten mich ein paar Beispiele für vergurkte Schaltungen interessiert. Was die Bauteilauswahl angeht, so stime ich durchaus zu. Die Selenzelle macht herzlich wenig Sinn, die ist da einfach nur drin weil sie 'hip' und 'modern' wra- so wie in späteren Kästen eine 7-Segment-Anzeige, 'IC-Technologie' oder noch später die 'Zukunftstechnologie' Glasfaser. Wirklich lernen kann man daran eher wenig,.. dafür müssen aber möglichst viele Schaltungen mit dem 'hippen' Teil her.

Wo ich alerdings ganz und gar nicht übereinstimme, das ist die Frage der Didaktik. Zumindest das ähnliche Neckermann-Kofferlabor sagt es ganz deutlich: Diese Kästen sidn nicht (und wollen nicht sein) Lehrgänge der Elektronik, sie sidn Universal-Baukästen, denen einige Bauvorschlläge beigefügt sind. Wer Elektronik verstehen will, wird auf Lehrbücher verwiesen- was letztlich übrigens auch der ursprüngliche Ansatz der Philips-Kästen war. Da nach Didaktik zu fahnden halte ich für, gelinde gesagt, verwegen.

Zur praktischen Verwendbarkeit: im Unterricht natürlich kann man damit auch andere Dinge machen als die gegebenen Schaltungen nachbauen. Ich halte zwar im Schulmaßstab die Demonstrationsmodelle a la Leybold mit einem geeigneten Satz Bananenstecker-Kabeln für geeigneter, die Kippfedern sind doch ein wenig diffizil, möglicherweise hat man abgebrochene Drahtenden umherfliegen etc. Aber es arbeitet sich recht flott damit, und die Schaltungen für den Unterricht sind ja in der Regel sehr einfach. Es bleibt also trotz fixer Anordnung der Buteile noch übersichtlich, im Gegensatz zu machen Schaltungen aus der Anleitung, die eher zum Drahtverhau mutieren. Evtl. kann man verschiedene Drahtfarben verwenden.

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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von suntri »

Ich habe mir beim Durchlesen einige Gedanken gemacht und an meine eigene Schulzeit zurückgedacht.
Ich bin der Meinung es sollten keine spezielle und seltene Baukästen eingesetzt werden. Ich sehe ein Breadboeard, einige Widerstände, Dioden, Transistoren, Kondensatoren und LED's usw. .
Damit lassen sich der Stromkreis, Seriell und Parallelschaltungen, Flip-Flop, … usw. wunderbar aufzeigen. Der Bezug zur richtigen Hardware geht dabei nicht verloren.
Das Ganze ist sehr einfach und kostengünstig zu erweitern oder den erforderlichen Bedürfnissen anzupassen.
Und falls der Schüler möchte kann er mit wirklich knapper Kasse zuhause alles nachbauen und darauf auch aufbauen. Auch die Welt der IC's steht damit offen.
Gruss suntri

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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von mc71 »

Suntri, hast Du schonmal vor 30 nihct allzu motivierten Schülern gestanden? In einer AG kannst Du mit Deienm Breadboard punkten, aber im normalen Untericht wird das nix- es sei denn, Du gibst den Uninteressierten die nur ihre Pflichtstunden absitzen eine drei-minus allein dafür, daß sie ihr Skat so leise spielen daß es nicht stört, und machst mit den restlichen fünf Männeken Unterricht. Wenn Du dagegen die anderen 15 auch ins Boot holen willst, kann so ein Antik-Kasten durchaus seinen Reiz haben.

Unterricht ist halt längst kein militärischer Drill mehr, sondern ein gutteil Entertainment. War es eigentlich schon immer, nur hat die offizielle Pädagogik sich lange gegen diese Erkenntni gewehrt, und daß Lehrerstellen über generationen hinweg als Pensionssitz für Kriegsinvalide ohne jegliche pädagogische Vorbildung dienten hat die Sache nicht besser gemacht.

Und wer unbedingt selbst damit arbeiten will... nun, das System an sich gibt es ja heute noch, es ist sogar das preiswerteste am Markt (wenn auch zu lasten des Hanbuches, wenn man diversen tests glauben darf) udn unflexibel ist es auch nciht- man kann es sich bei Interesse in ein Holzköfferchen bauen, andere Bauteilwerte einsetzen, sich aus fester Pappe und einem Locheisen eine neue Grundplatte basteln...

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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von suntri »

Ich habe einige Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet. Ich gebe zu, die sind meistens freiwillig angekommen (Hat ja auch einiges gekostet) und waren somit auch meistens motiviert.
Mein Sohn ist nun 7 Jahre alt und ich habe noch nicht viel Erfahrung mit dem Stand an den heutigen Schulen. Ich trage es mit Fassung was da noch alles auf mich zukommen soll.

Ich hatte am ende der Grundschule (also ca. mit 15 Jahren) ein Jahr Elektronik. Die damals verwendeten Bauteile waren alle verschweisst und in Kunststoff eingepackt. Das hat mich etwas schockiert da ich zuhause schon alles mit Breadboard und Platinen machte. Ok. bin etwas vorbestraft von meinem Vater.
In der Lehre war das Breadboard das wichtigste beim experimentieren. Doch das ist ja schon eine Stufe weiter.

Für mich ist es bis Heute wichtig den Zusammenhang zur Realität zu sehen. Wo ist das im Einsatz und wieso ist das so gelöst. Existiert noch ein anderer Weg?

Ich könnte mir den Einsatz eines Computers zusammen mit Elektronik auch gut vorstellen. Steuern, Messen und Regeln könnte/sollte doch etwas Faszination auslösen. Zum Abschluss per SMS (Heute haben die Jungen ja alle ein Handy) steuerbar. Dazu noch was mechanisches aus z.B. Fischertechnik ist sicher nicht falsch.
Ja genau. Die ganz alten Baukästen von Fischertechnik betreffend Elektronik und IC-Technik könnten da passen.

Hier im Forum tummeln sich doch sicher einige unter 18 Jahre. Schreibt doch mal was für euch spannendes geboten werden sollte.

Gruss suntri
Gruss suntri

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JED

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von JED »

Hi Uli, hallo zusammen,

natürlich wird man mittels dieser Bauelemente auch etwas pädagogisch tragfähigeres anstellen können. Aber unter einem vernünftigen Experimentierkasten verstehe ich eben kein Bastlersortiment, sondern zuvörderst ein didaktisch gutes, eventuell sogar spannendes Handbuch als Einführung in das Thema - es darf dazu ruhig Geschichte(n) erzählen, je nach Zielgruppe - das allenfalls Konzessionen macht an den Preis der benötigten Bauteile und damit an deren Auswahl bzw. Menge und an den Aufwand für die "Mechanik". Andererseits sollte die Anzahl der deshalb hinzunehmenden Kompromisse und der durch sie eventuell bedingten Schwierigkeiten bei Vermittlung und Verständnis klein bleiben und lieber die Anzahl der Experimente selbst geringer ausfallen.

Die Anleitung sollte natürlich auch nicht im Lehrbuchstil mit Formeln und Theorien um sich werfen (außer den "täglich" benötigten) und erst garkeine starre Reihenfolge der Experimente zu propagieren versuchen - es hält sich sowieso keiner daran. Stattdessen wären lieber reichlich Rückverweise zu verwenden und für fachliche Zusatzinformationen je nach Umfang Marginalien oder deutlich unterschiedene Textboxen. Genial wäre, wenn die zum vollen Verständnis sinnvollen "vorherigen" Grundlagen- und Detailbetrachtungen auch ohne Auseinanderreißen des Hauptexperiments nachzuvollziehen wären - im wahren Wortsinn. Aber das würde wohl einen Konflikt hinsichtlich des Preises heraufbeschwören... (obwohl viele Bauteile ja heute praktisch nichts mehr kosten).

Die Bauteilesammlung und das Experientierfeld - wie immer es konstruiert sein mag - haben jedenfalls dabei die Schwierigkeiten der Teilebeschaffung zu vermeiden, die des Auf- und Abbaues zu minimieren und keine zusätzlichen Probleme einzuführen. Außerdem sollten sie das Verstehen der üblichen (genormten) Schaltungsdarstellung nicht noch verstellen, sondern quasi materialisieren. Alles perfekt zusammen ist mir aber noch nie begegnet, muss ich leider zugeben. Selbst nicht bei Lectron.

Elektronik-Kästen als reines Beschäftigungs-Spielzeug finde ich dagegen heute noch viel unsinniger, als früher schon. Außer eben bei diesen Drahtverhau-"Laboren" und diversen neueren Knöpf- oder Klick-Modul-Lösungen kann ich mir diese Intention seitens des Verkäufers auch kaum vorstellen, obwohl ich mc71 einräumen muss, dass mir Philips-Kästen auch nie lagen. Ich fühlte mich oft mit einer (hoffentlich wenigstens) funktionierenden Schaltung im Nebel der Unkenntnis stehen gelassen. Trotz zusätzlich beigegebenem Theorie-Handbuch.

Nein, anstatt mit veralteter Einzelkomponenten-Beschäftigungstherapie, die eh keine Grundlagen vermitteln will, sollte man Kids dann doch eher mit Arduino-Projekten locken - die mögen wenigstens effektvoll mit MP3-Playern, Handys und Spielekonsolen mithalten können und beziehen den PC sinnvoll mit ein. Andere Projekte beschäftigen sich in den unterschiedlichsten Alterstufen sogar schon erfolgreich mit Robotik. Ich behaupte einfach mal: Wer nichts fordert, der fördert auch nichts. Zum Verblöden und Überdruss-Pflegen oder Im-Mainstream-Konsum-(Er)Saufen gibt es wahrhaftig genug Angebote.

(Übrigens spiegeln das m. E. die meisten Gebrauchsanleitungen elektronischer Geräte wieder: Der Kunde soll garnicht verstehen, nur machen. Oder darf er etwa nicht verstehen, von wegen zugesicherter Eigenschaften versus "technischem Fortschritt", sprich: Verbilligung der Produktion durch Vereinfachung der Produkte?)

....................................................

Aber zu den Elektronik- und Technik-Alternativen: Lectron habe ich schon erwähnt, da gibt's ja auch Schulversionen und wenn Schüler auch mal etwas Reales mit nach Hause nehmen sollen, erscheinen mir die Konzepte des hier verlinkten Kon Te Xis und der Jugend-Technik-Schule zielführend: viewtopic.php?f=26&t=571

Suntris und mc71's Hinweise zur SBB-Technik zeigen wohl auch unterschiedliche Meinungen zu Frontalunterricht und unterstützter Einzel- und Gruppenarbeit auf. Ich sehe das viel fundamentaler: Kinder lernen nur das wirklich gut, was ihnen von anderen persönlich am Beispiel (durch Vormachen oder Vorleben) vermittelt wird - und zwar, indem sie es nachmachen. Ob das Vormachen "frontal" erfolgt oder "beweglich", ist dabei erst einmal nur eine Frage der Mittel, der Zeit und der durchzusetzenden "Organisation". Nun sind SBB's zwar billig und universell, leider aber auch etwas fummelig und leicht "versteckbar" und von der Topologie her nur für IC's als übersichtlich zu betrachten. Da bedarf es wohl besonderer Rücksichtnahme bei der Aufbereitung und Anleitung.

Was die möglichen Mittel dazu angeht, war mein Physik- und Mathelehrer (das sollte m. E. sowieso immer derselbe sein) vor 35 Jahren seiner Zeit weit voraus: Wir hatten keinen Leybold-VW-Scheinwerfer als unterbelichtetes, aber riesiges Oszilloskop, sondern einen Hameg und dazu eine Fernsehkamera (s/w) und ein Fernsehgerät im Physiksaal - praktisch für's selbe Geld. Damit konnte man dann zusätzlich auch "kleine" Experimente vergrößern oder mit dem Recorder aus dem Schulbestand komplizierteres aufzeichnen. Damit hätte man sich sogar die Hörsaalarchitektur des Physikraumes sparen können - aber damals versenkte man ja auch gerne viel Geld in äußerst nutzlose Sprachstudios - Politik-Geprotze. (Wie ist das eigentlich heute? Immer noch diese Groß-Messgeräte und -experimente oder eher eine PC-Visualisierung inkl. Webcams?)

Was mich als Schüler übrigens immer fasziniert hat, war eben genau das Oszilloskop. Ob es nun darum ging, Differential und Integral per RC-Glied direkt anschaulich zu machen und beim Sinus als Phasenverschiebung zu enttarnen, oder z. B. eine Zenerdioden- oder Glimmlampen-Kennlinie darzustellen. Mit heutigen Mitteln (PC als Speicherscope) wäre da noch viel mehr (auch lebensnahes) drin: Lade- und Entladekurven von Akkus, Frequenzgänge, Kennlinien von Glühbirnen (Kaltleiter), Muskelaktionspotentiale oder IR-Fernbedienungen beobachten... Oder mit einem heute üblichen Breitband-Scope und Funktionsgenerator die Kabelreflektometrie anschneiden und zum Vergleich Ultraschall-Messgeräte "belauschen".

Und die Verzerrungen des Stromnetzes durch die Allgegenwart von Schaltnetzteilen beobachten und daraus Gedanken zur Verlässlichkeit von Energie(kosten)messgeräten ableiten, wie auch zum Ferraris-Zähler (im Leistungskurs?). Überhaupt getaktete Schaltnetzteile: Da gehören Energiesparlampen dazu, Leuchstoffröhren mit EVG, Induktionskochfelder etc. pp. und damit auch Elektrosmog - trotzdem schöne Grundlagenanwendungen. In die Optik kann man das diskontinuierliche Spektrum mit einbeziehen, da ergibt sich ein Übergang zur Sinnesphysiologie (im Bio-LK?) usw. usw. Wenn Schule langweilig ist, liegt das zuerst an der Einmischung einer hier schon immer unfähigen, ja heute geradezu böswilligen Politik und zweitens an dadurch demotivierten Lehrern und Schülern (aber wollen "wir" überhaupt mitdenkende kritische Menschen?).

Und daran, dass das Falsche zur falschen Zeit gebracht wird - aber die Sektiererei ganz offensichtlich besonders schnell vergreisender Machtmenschen hat es ja schon immer bevorzugt, Glaubens(grund)sätzen zu folgen, anstatt fundierte Erkenntnisse Berufener zu berücksichtigen, die nicht in das eigene, einseitig-schlichte, eigennützige Weltbild passen. Erscheint auch das heutige Bestreben der frühen ersten Fremdsprache noch als Fortschritt der Erkenntnis, so ist dann leider doch zu konstatieren, dass die "Mittel" weder ausreichend sind (Ausbildung der Lehrer) noch die völlig andere Art des Spracherwerbs in diesem Alter weiterführend berücksichtigen.

Der Werbeeffekt jenes politikimmanenten wilden Aktionismus ist erreicht und was will man mehr? Nach uns die Sintflut! Unsere Kinder sind ja abgesichert - als zukünftige Nieten in Nadelstreifen im Zweiklassenstaat (Günter Ogger, Karl Lauterbach). Gewollte Selektions- anstatt erlogener Bildungsgesellschaft.

Von den (zugegebenen) Abschweifungen zurück: Meines Erachtens ist nicht nur eine recht individuelle Entscheidung zu treffen, wo jeweils eine Blackbox beginnen soll (schöne seitliche Arabeske in die Systemtheorie/Physiologie/Psychologie/Erkenntnistheorie/Kommunikation?), sondern auch das Paradigma "Erst die Grundlagen, dann die Anwendung" zumindest ausschnittweise umzukehren. Das würde vermutlich einen Motivationsschub erzeugen...

Sorry, ich könnte mich da stundenlang drüber auslassen. Und darüber, dass wir es stattdessen zulassen, durch private Massenmedien für Verblödung auch noch abgezockt zu werden und dass der ÖRR sich dem, Politik- und quotengetrieben, immer mehr annähert, ja annähern muss. Und nun zeigt aktuell die IFA "natürlich", dass die Effekthascherei von HDTV und möglichst auch noch 3D nochmals viel Geld kosten darf, auch wenn oder gerade weil die Inhalte so flach sind, wie die Bildschirme - naja, ist ja auch keine Kultur- oder Bildungsmesse...

Gruß
Joachim

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delucks

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von delucks »

Moin Moin
Schnell auch noch mein Senf zum Thema
Wir hatten 1977-78 diese Koffer im Physikunterricht.Wie hier schon gesagt wurde waren sie für Entertainment geeignet ,zum Lernen nicht:
Die Interessierten bekamen keinen Einblick in die Abläufe,der Absitzrest bastelte sich pro Doppelstunde eine Schaltung und eine 3 wenn dann die Lampe anging und unser pädagtor hatte weitgehend seine Ruhe.
In der Lehre und Berufsschule (Radio/Fernsehtechniker Wittdün/Rendsburg 79-82) wurden Lötstreifen und -kolben benutzt;dabei blieb tatsächlich etwas im Kopf hängen.
Gestern (wirklich wahr) schenkte mir mein Bruder so eine Kiste (Er hatte sie im Müll unserer alten Schule gefunden) und ich war im Nachhinein erstaunt was für eine Menge blödsinniger Bauteile da drin ist.Auf der Suche nach der Anleitung fand ich dies Forum,gefällt mir!

Gruß
Frank

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Thomas

Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Thomas »

Guten Abend,

ich hatte Gelegenheit, das Anleitungsbuch für das LINDY Komplettlabor 200 wieder
auf meinem Serve bereit zu stellen.

Die downloadadresse: http://www.mtp-studio.de/LINDY-Komplettlabor200.pdf

Die Datei ist ca. 155 MB groß . . .

Beste Grüße
Thomas

honx4amiga
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von honx4amiga »

vielen dank! nun kann ich dort auch mal nen blick reinwerfen und möglicherweise was interessantes finden!
bin bereits am saugen!

Lothar Harz
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Re: Lindy kopieren

Beitrag von Lothar Harz »

Hallo Heinrich,

Du schreibst u.A.:

Das Papier ist relativ dunkel und die Schrift vergleichsweise klein, dadurch recht schlechter Kontrast.
Das Papier der Anleitung ist leider hauchdünn, beim scannen wird die Rückseite praktisch gleich mit eingescannt, entsprechend dürftig ist das Ergebnis.

Ich kämpfte mit ähnlichen Problemen, aber gegen durchscheinende Rückseiten habe ich ein probates Mittel:
Auf die Rückseite legte ich früher ein schwarzes Papier, jetzt aber nutze ich eine schwarze Plastikfolie.
Die ist steifer und besser einzulegen.
Auch Briefe kann man so in guter Qualität kopieren.

Ich wünsche ein schönes Wochenende,

Gruß Lothar
Scio nescio - Ich weiß, dass ich nichts weiß ... Sokrates

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mjwolf
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von mjwolf »

Hallo zusammen,

ich weiss, nach zweieinhalb Jahren diesen Thread wieder aufzumachen... (das ist halt der Nachteil derer, die jetzt erst anfangen hier ein wenig aktiv zu werden). Leider ist Thomas "out of order" und alle Links natürlich tot, trotzdem würde mich ein 200er Handbuch mal interessieren (ich hab nur ein 100er in Papierform). Gibt es aktuell noch irgend eine Möglichkeit, das Handbuch herunterzuladen?

Danke und VG
Martin

TKRoth
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von TKRoth »

Wenn ich 'ne nette Nachricht bekomme gebe ich gerne die pdf weiter :mrgreen:

Marcel1985
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Marcel1985 »

Hallo TKRoth Ich würde mich sehr darüber freuen wenn ich die Pdf bekommen könnte vom Lindy Laborkasten200 denn habe ihn durch zufall bekommen und weiß so leider nichts damit anzufangen. Habe ihn jetzt bei Ebaykleinanzeigen mal reingestellt. Vielleicht können sie mir helfen. Lg Marcel :roll:

Marcel1985
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Marcel1985 »

Hallo Forengemeinde,
habe selbst einen Lindy Komplettkasten200 denn ich nicht mehr brauche da ich nicht weiß was ich damit machen kann. ich habe ihn jetzt mal bei Ebaykleinanzeigen eingestellt. Vielleicht brauch ihn ja von euch jemand. Einfach im link schauen. :wink:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 7-168-1875

schachtel
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Re: Lindy Komplettlabor200, Handbuch ?

Beitrag von schachtel »

Hallo miteinander,
Habe dieses Intressante Forum zufällig endekt wegen Suche eines Handbuches [/b]für das Komplettlabor Lindy Mykit 200.

Nach mehren Versuchen kommt immer die aufforderung ( Registrieren ) nun das hab ich ja schon gemacht, drum kann ich ja auch schreiben.
Trage: Kann man das Handbuch hier eigendlich downloaden oder geht das nicht ?

Liebe Grüße
Josef

schachtel
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von schachtel »

Bei den gezeigten Links kommen leere Seiten oder https://www.rigert.com/ee-wiki/index.ph ... tlabor_200 warum ??

mfG

wolfgang
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von wolfgang »

schachtel hat geschrieben:
19.11.2017, 13:14
Bei den gezeigten Links kommen leere Seiten oder https://www.rigert.com/ee-wiki/index.ph ... tlabor_200 warum ??
Hallo Schachtel,

von mir noch ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Das EE-Wiki ist nicht öffentlich. Erst nach 10 (sinnvollen) Beiträgen bekommst Du auf Anfrage bei Suntri einen Zugang. Das hatte sich leider als notwendig ergeben, da der Inhalt des EE-Wiki mal als Ganzes abgesaugt wurde auf einem anderen Homepage aufgetaucht ist.

In ganz alten Beiträgen ist noch die Rede von einem möglichen Download verschiedener Handbücher. Dies geht leider nicht mehr, das die Copyright-Fragen nicht eindeutig zu klären waren. Daher wurden alle Handbücher wieder aus dem Wiki entfernt.

Gruß
Wolfgang

schachtel
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von schachtel »

Danke Wolfgang für die klärenden Worte, versteh ich auch.

mfG

Aspak1982
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Re: Lindy Komplettlabor200

Beitrag von Aspak1982 »

Hallo liebe Mitglider,

Ich habe vor kurzen den Liny Komplettlabor 200 set am Flohmarkt erworben. Es scheint zunehmend schwieriger zu sein, Analogelektronik sets zu bekommen. Der Zweck ist meine kleinen Sohn für die Elektronik zu begeistern!

Nun leider war die Aneitung nich dabei. Auf der suche danach bin ich auf euren Forum gekommen. Ich verstehe auch das die downlodlinks für die Anleitung nicht öffentlich gepostet werden können. Ich hoffe doch das einer der Mitglieder die Anleitung mir in einer privaten Antwort zukommen lassen kann.

Vielen lieben Dank!
Tony

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