Empfehlung fuer ein Mikroskop

Moderator: suntri

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wema

Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von wema » 09.10.2008, 16:02

Hallo,

ich erinnere mich, dass auch Kosmos ein richtiges Mikroskop im Angebot hatte. Kann mir jemand einen Mikroskop-kasten fuer Experimente vorschlagen. Die Ausstattung bzw. Mikroskopausfuehrung sollte fuer einen Schueler bis Klasse 10. interessant sein.

Vielen Dank.

wema

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Wilhelm
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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 15.10.2008, 20:40

wema hat geschrieben:Hallo,

ich erinnere mich, dass auch Kosmos ein richtiges Mikroskop im Angebot hatte. Kann mir jemand einen Mikroskop-kasten fuer Experimente vorschlagen. Die Ausstattung bzw. Mikroskopausfuehrung sollte fuer einen Schueler bis Klasse 10. interessant sein.

Vielen Dank.

wema
Hallo,

schau mal unter

http://www.kosmos.de/

oder einfach bei ebay, Stichwort "Mikroskop(ie)

ganz Interessant ist von Kosmos zum anschließen an den Pc

Gut ist auch das Buch "1x1 der Mikroskopie", gibts für ca. 10 Euro im Buchhandel.

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wema

Danke + Empfehlung "Mikrobenjäger"

Beitrag von wema » 16.10.2008, 08:23

Danke fuer den Hinweis. Ich habe mich fuer das "grosse Forschermikroskop" (Kosmos 636319) entschieden und auch gleich das 1x1 Buch gekauft.

Empfehlen kann ich selber das Buch Mikrobenjäger. Ich habe eine Schweizer Ausgabe von 1934 in einem modernen Antiquariat entdeckt.

Mehr Hinweise unter:
http://www.textlog.de/tucholsky-paul-de-kruif.html und
http://www.aliciapatterson.org/APF2003/Henig/Henig.html und
http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_de_Kruif

und auch http://www.im.microbios.org/01march98/09%20Summers.pdf (gefunden ueber den Wikipediaeintrag)

Der Text ist natuerlich den zwanziger Jahren entsprechend idelogisch eingefärbt aber das Titelblatt und die Bebilderung sind ansprechend und wer das Buch fuer ein paar Euro auftreibt stellt sich wohl einen Klassiker in sein "Forscherregal".

Gruss,

wema

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helmut

Kosmos Mikroskope

Beitrag von helmut » 18.10.2008, 11:14

Leider ist die Zeit als Kosmos "echte Mikroskope" verkauft hat schon seit etwa 40 Jahren zu Ende gegangen. Das was heute als Mikroskop angeboten wird erfüllt nicht einmal die Kriterien als gutes Kinderspielzeug!

Neben der Chemie hatte ich schon als Kind immer Interesse in der Mikroskopie und bekam mit 9 Jahren mein erstes Mikroskop zu Weihnachten. Leider hatten meine Eltern keine Ahnung und so bekam ich damals ein (japanisches) Kindermikroskop im Holzkasten mit einem Zoom-Okular und 4 klitzekleinen Objektiven und einer Gesamtvergrößerung bis 600fach!

Leider sah die Realität anders aus. Entscheidend ist hier nicht die Vergrößerung sondern u.a. das Auflösungsvermögen, die Lichtstärke (mit der man ein Objekt betrachten kann), die Größe des Gesichtsfeldes (und dessen Ebenheit) sowie die Güte der Objektive.

Der Hinweis auf eine mitgelieferte Okular-Kamera kann meist nur als Gag bezeichnet werden, weil eben die hierzu erforderliche Beleuchtungsgüte gar nicht gegeben ist.

Vor dem Mikroskopkauf erschein mir die Anschaffung eines geeigneten Anleitungsbuches wichtiger. Auch heute noch ist das Buch von Georg Stehli "Mikroskopieren für Jedermann" (Kosmos) eine Referenz an der sich andere Bücher messen müssen. Das "Große Kosmos Buch der Mikroskopie" ist wohl derzeit das Neueste - leider aber ziemlich teuer (Ausleihen!)

Ich selbst besitze eine Reihe der Kosmos Mikroskope (aber nicht das Letzte!) Empfehlen kann ich seine letzen Vorgänger jedoch nicht. Die früheren Mikroskope der Reihen Liebig und Humboldt waren echte Mikroskope mit Normoptik und kein Spielzeug.

Sowohl Abbildung, Ausstattung und Ausbaufähigkeit entsprechen denen eines Schul- oder Lehrermikroskops der 60er Jahre. Hersteller derselben waren wohl Hertel & Reuss, Phywe oder ähnliche Firmen. Das Kosmos Humboldt sieht zum Beispiel einem Model von Hertel & Reuss sehr ähnlich, war aber besser gefertigt.

Der Kosmos Mikromann (Bausatz-Mikroskop) ist dagegen ein Lehrbaukasten der in den Aufbau, die Optik und die Handhabung eines eines Mikroskops einführen soll. Obwohl es nur aus Plastikteilen (incl. der Optik) besteht, ist das Bild mit einer linsenförmige Taschenlampenbirne besser als die später hergestellten Mikroskope aus Metall (bei gleicher Vergrößerung)

Ab etwa 200-facher Vergrößerung kann keines der "Kindermikroskope" mehr ein zufrieden stellendes Bild erzeugen.

Die alten Mikroskope Liebig und Humboldt dagegen sehr wohl! Sie waren eben wirkliche Mikroskope und kein Dreck

Helmut

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Wilhelm
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Re: Kosmos Mikroskope

Beitrag von Wilhelm » 19.10.2008, 21:41

helmut hat geschrieben: Ab etwa 200-facher Vergrößerung kann keines der "Kindermikroskope" mehr ein zufrieden stellendes Bild erzeugen.



Helmut

Wenn es der MArkt nicht mehr hergibt muss man sich bei Interesse eben anderweitig weiter helfen.

Zb. hier:

http://www.meadeshop.de/cat.php5?lang=d ... b402b3bf88

Die Hunderter natürlich vorausgesetzt.

Es ist leider so im Zeitalter der 20-50 Euro Experimentierkasten, wo das aufhört mag ich mir gar nicht vorstellen.

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suntri
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Beitrag von suntri » 20.10.2008, 09:14

Besten Dank für den Hinweis wo gute Geräte zu beschaffen sind. Doch welches der Geräte ist für welchen Zweck ausreichen geeignet. Für eine kleine Einkaufshilfe währe ich sehr dankbar und ich denke ich bin da nicht alleine.

Gruss suntri
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 22.10.2008, 22:30

Ich bin auch nicht gerade der Große Spezialist auf dem Gebiet, vielleicht kann Helmut auch mal etwas technisches dazu sagen.

Man hat m.M nach zwei Möglichkeiten, entweder man fängt unten an bsw. mit einem Galileo Plastikteil, wenn einem danach die Lust noch nicht vergangen ist so etwas wie "Kosmos' Mikroskopie", was aber dann auch in's Geld geht.
Oder gleich etwas Höherwertigeres um die 200 Euro, vielleicht so wie dieses:

http://www.meadeshop.de/item.php5?lang= ... b402b3bf88

Ich hatte mal vom Geschäft einige Tage eines aus unserem Labor zu Hause, welches man mit dem Rechner verbinden konnte (Meine Tochter machte für die Schule ein Projekt), ich finde das sollte ein "muss" in der heutigen Zeit sein, insbesondere wenn man seine Untersuchungen archivieren möchte.
Dann solle man sich auch darüber im klaren sein, ob man nur ein Durchlicht ein

Auflicht Mikroskop

http://www.meadeshop.de/item.php5?lang= ... b402b3bf88

http://www.meadeshop.de/item.php5?lang= ... b402b3bf88

oder beides

http://www.meadeshop.de/item.php5?lang= ... b402b3bf88

haben möchte.

Das Mikroskop sollte auch erweiterbar sein, sodas bei gehobenen Ansprüchen nicht ein neues Gerät gekauft werden muss.

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wrtlbrmpf

Beitrag von wrtlbrmpf » 26.10.2008, 22:31

ich such' seit einiger Zeit ein preiswertes Mikroskop mit USB-Anschluss (sozusagen als modernes Schuelermikroskop :wink: ) das auch unter MacOSX laeuft. Fuer Windows gibt's einige (vor einiger Zeit sogar bei Aldi, aber das hatte anscheinend einige Probleme bei der Softwareinstallation).

Hat jemand Erfahrung mit solchen ?

merci, W.

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 26.10.2008, 23:21

wrtlbrmpf hat geschrieben:ich such' seit einiger Zeit ein preiswertes Mikroskop mit USB-Anschluss (sozusagen als modernes Schuelermikroskop :wink: ) das auch unter MacOSX laeuft. Fuer Windows gibt's einige (vor einiger Zeit sogar bei Aldi, aber das hatte anscheinend einige Probleme bei der Softwareinstallation).

Hat jemand Erfahrung mit solchen ?

merci, W.

Ich würde da beim entsprechenden Hersteller nachfragen.

Es ist eben auch so, wenn der Spaß mit einem Hobby längerfristig sein soll, muss auch die Quallität stimmen und die gibts selten für lau.

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helmut

USB-Okular am Mikroskop unter MAC OSX

Beitrag von helmut » 29.10.2008, 11:11

USB-Okulare! (keine Kameras) sind relativ einfach gefertigte Webcams mit verhältnismäßig geringer Auflösung und einer Adaptation, die auf einem Standart- Mikroskop funktionieren sollte.

Frage ist was ist hier ein Standart-Mikroskop? Nun ausgehend von der Normoptik verschiedener Hersteller ist hier in der Regel ein Mikroskop mit endlicher Optik bei einer Tubuslänge von 160mm und einem Okulardurchmesser von 22mm gemeint. Abweichungen einiger anderer Parameter z.B. die sogenannte Ableichlänge der Objektive (45mm vs.36mm) sind herstellerspezifisch, haben hierbei jedoch wenig Einfluss. Entscheident ist, dass das eigenliche Okular (mit dem das Auge das Bild betrachtet) durch das USB-Okular ersetzt wird und das (elektronische Bild) jetzt zum Computer weitergeleitet wird.

Die heutigen Mikroskope moderner Hersteller: Leica, Zeiss, Nikon etc. haben jedoch weder eine "Normoptik" noch eine Standart Tubuslänge. Sie sind als Mikroskope mit unendlichem Strahlengang gefertigt und sowohl Objektivdurchmesser als auch Okulardurchmessser wechseln von Hersteller zu Hersteller. Der Vorteil eines unendlichen Strahlengangs ist manigfaltig, verwirrt jedoch selbst "alte Hasen".

Da mir jedoch persöhnlich kein Schülermikroskop bekannt ist, das einen unendlichen Strahlengang aufweist, ist der letzte Absatz nur von akademischen Interesse.

Zurück zu den Möglichkeiten eines Anschluß des Okulars unter MacOSX. Einige ältere USB-Kameras sollten unter Umständen bereits funktionieren wenn eine i-Sight Kamera zu Verfügung steht (In der Systemeinstellung oder unter iChat oder unter QuicktimePro im Recordermodus).

Wenn nicht, - das USB-WebCam Programm "macam" schaft in vielen Fällen Abhilfe. So funktioniert z.B. die von Besser gelieferte "Kamera" am NG-Biolux
(Das ist das Mikroskop was zeitweilig bei Aldi bzw. Lidl zu kaufen war), zumindest bei mir!

Zum Mikroskop selbst kann ich nur sagen, weniger wäre mehr gewesen. Eine einfache Taschenlampenbirne (Linsenform!) anstatt der vermeinlich fortschrittlichen LED-Beleuchtung und ein funktionierendes Aperturblendenrad anstelle des Multicolour-wheels (was hat sich der Designer hier nur ausgedacht??) und dieses Mikroskop wäre durchaus empfehlenswert!.

bei weiteren Fragen bitte pers. E-mail an mich

Helmut

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wrtlbrmpf

Beitrag von wrtlbrmpf » 29.10.2008, 11:55

USB-Okulare! (keine Kameras) sind relativ einfach gefertigte Webcams mit verhältnismäßig geringer Auflösung und einer Adaptation, die auf einem Standart- Mikroskop funktionieren sollte.
Vielen Dank fuer den Hinweis; die USB-Okulare kannte ich bisher noch nicht.

Die Kombination: optisches Mikroskop plus USB-Okular erscheint mir auch grundsaetzlich eine bessere Loesung zu sein als das reine USB-Mikroskop.
(dito fuer Fernrohre).

W.

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helmut

Missverstanden ?

Beitrag von helmut » 29.10.2008, 14:19

wrtlbrmpf hat geschrieben: Die Kombination: optisches Mikroskop plus USB-Okular erscheint mir auch grundsaetzlich eine bessere Loesung zu sein als das reine USB-Mikroskop.
(dito fuer Fernrohre).
W.
Das NG-Biolux ist weitgehend baugleich mit einem Besser Mikroskop plus dem erwähnten PC-Okular,das von Besser auch allein vertrieben wird. Der Verkaufspreis bei Liddl (vor etwa 2 Jahren) betrug 60-70 Euro. Das PC-Okular allein bei Besser etwa 60 Euro.
Dieser Preis beinhaltete also das Mikroskop mit 3 Objektiven, 2 Okularen, einer Barlowlinse (zur Erweiterung des Gesichtfeldes) mit Tubusauszug um die mitgelieferten Okulare aufzunehmen, sowie das PC-Okular und ein Satz Präparate.

Die "USB-Kamera" wird an Stelle des Auszugs und ohne Okular verwendet. Die beigefügte Software ist ebenfalls nur unter MS-Windows verwendbar.
Das mitgelieferte Netzteil dient zur Versorgung der LED-Beleuchtung.

Wie schon erwähnt, ist jedoch dieser Beleuchtungsapparat nicht in der Lage über 100-fache Vergrößerung ausreichend zu beleuchten! Man erhält ein verschwommenes Bild ähnlich wie bei zu stark geschlossener Aperturblende oder stark verstelltem Kondensor (Das NG-Biolux hat keinen Kondensor und leider auch keine Aperturblende!)

Fazit obwohl die Optik wahrscheinlich wesentlich besser ist als bei vielen anderen "Schülermikroskopen" kann diese gar nicht ausgenutzt werden weil die Beleuchtungsapertur zu niedrig ist.

Ein Problem vieler ähnlicher Mikroskope dieser Preisklasse!

Trotzdem: Ausstattung, Fertigung und Qualität der Einzelteile sind weitaus besser als der Durchschnitt. Leider konnte ich die wirkliche Auflösung dieser Optik nicht beurteilen da die Anschlussgewinde und Durchmesser derselben nicht normgerecht sind.

Das mitgelieferte PC-Okular ist von relativ geringer Auflösung (320x240 Pixel obwohl als 640x480 Pixel bezeichnet). Dieses funktioniert eingeschränkt unter macam.

Eine neuere Version soll eine Auflösung bis zu 1,2 Megapixel besitzen. Ob sie auch unter macam funktioniert ist mir nicht bekannt.

Für das QX3 / QX5 gibt es jedoch noch die Programme QXScope und miXscope für MacOSX. Preise um die 29.- US$.
Testversionen dieser Programme sind mit Wasserzeichen für umsonst zu haben. Macam ist für umsonst zu haben.

Ein kleiner Testfilm des populären Intel QX3 Mikroskops unter Macam kann man unter http://homepage.mac.com/hmhinke sehen.
(Erforderliches Plugin mindestens Quicktime 6.5)

Helmut

PS. USB Okulare verschiedener Qualität werden häufig bei Ebay unter Optik, Foto und Camcorder, Mikroskope, Zubehör angeboten

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wema

Ist das ein vernuenftiges Modell: LCD Mikroskop

Beitrag von wema » 29.10.2008, 15:36

Wenn man schon investiert dann richtig, und so bin ich nun auf der Suche nach einem vernuenftigen LCD Mikroskop bei dem man den PC nicht immer anhaben muss.

Bis jetzt habe ich nur das Bresser LCD Mikroskop und das Celestron LCD Mikroskop gefunden.

Kennt jemand andere Modelle in dieser Preisklasse? Hat jemand Erfahrungen mit Mikroskopen dieser Generation?

Links:
http://www.amazon.de/Bresser-Digitales- ... B0018M72P0
http://www.celestron.com/c2/product.php ... ProdID=516

Gruss,

wema

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wrtlbrmpf

Beitrag von wrtlbrmpf » 29.10.2008, 15:39

Hallo
... Die beigefügte Software ist ebenfalls nur unter MS-Windows verwendbar. ...
Das mitgelieferte PC-Okular ist von relativ geringer Auflösung (320x240 Pixel obwohl als 640x480 Pixel bezeichnet). Dieses funktioniert eingeschränkt unter macam.

Eine neuere Version soll eine Auflösung bis zu 1,2 Megapixel besitzen. Ob sie auch unter macam funktioniert ist mir nicht bekannt. ....
Anscheinend gibt es vom Hersteller Treiber fuer diese Okulare sowohl fuer MacOSX als auch MacOS9:
http://www.meade.de/support/mikrookularpc-okular.html

Die geringe Aufloesung ist natuerlich bloed.

W.

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 02.11.2008, 23:19

Nur der vollständigkeit halber.

Heute haben wir etwas mit den Mikroskopen gearbeitet, dabei auch den Kasten von Glileo den ich vor zwei Jahren für 25 Euro gekauft habe mit benutzt.
An diesem Kasten ist auser dem Umkarton alles aus Plastik, geeignet für Kinder um evtl. zu testen ob sie sich für Mikroskopie Interessieren, ansonsten ein absolut nicht empfehlenswertes Gerät.

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helmut

Beitrag von helmut » 03.11.2008, 11:07

Wilhelm hat geschrieben: An diesem Kasten ist auser dem Umkarton alles aus Plastik, geeignet für Kinder um evtl. zu testen ob sie sich für Mikroskopie Interessieren, ansonsten ein absolut nicht empfehlenswertes Gerät.
Genau das ist das Problem!

Die schlechte Wahl der Komponenten liefern nur völlig unzufriedene Ergebnisse und können daher nur entäuschen (besonders wenn man diese mit den Abbildungen des Kartons oder der "Anleitungen" vergleicht).
Der Frust ist also vorprogrammiert und hält den prospektiven Mikroskopiker wahrscheinlich eher davon ab sein Interesse voranzutreiben.

Nebenbei: Die von Meade gelieferten Treiber für Apple Computer sind für das PC-Okular gedacht (einer Webcam für Fernrohre) und nicht für das Mikrocular (der von mir erwähnten Webcam für Mikroskope). Beide Treiber müssen schon sehr alt sein, da einer noch für OS 9.1 (2000) geschrieben wurde (die letzte Version von OS 9 (9.2.2) kam 2002 heraus).

Keiner kommt in dem heute üblichen dmg oder gz-Format sondern als Stuffit-Sit-File. Da Apple bereits seit fast einem Jahr das 6. Betriebssystem von OS-X ausliefert (Leopard), ist man hier praktisch bei 2001 stehen geblieben.

Man versuche nur mal ein altes Windows 95 Programm (welches eigentlich für Windows 3.3.1 geschrieben aber für Windows 95 passend gemacht wurde) jetzt auf MS-VISTA zum Laufen zu bringen.

Obwohl Apple immer sehr vorsichtig war auch alte Software am Laufen zu halten ist dies seit Leopard nicht mehr der Fall.

Echte USB Kameras sind dagegen kein Problem! Sie werden unter Digitale Bilder oder von iPhoto sofort erkannt und auch farbgetreu übertragen. Hier generiert entweder die Kamera das Bild und überträgt es mit den Metadaten als Raw, Tiff, oder Jepeg-File mit einem Standard Daten Transfer oder stellt ein TWAIN -Interface zur Verfügung das in das Betriebssystem eingebunden wird oder von Apple schon eingebunden wurde.

All das erklärt auch warum es nicht so einfach ist eine bestimmte Webcam zu Laufen zu bringen wenn man keinen "Treiber" hat. Es fehlt eben das universelle "Interface". Macam geht diesen Weg und kann daher nur solche Kameras unterstützen deren Parameter bekannt sind oder die eine bekannte Kamera zumindest emulieren.

Helmut

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helmut

Re: Ist das ein vernuenftiges Modell: LCD Mikroskop

Beitrag von helmut » 12.11.2008, 15:38

wema hat geschrieben:Wenn man schon investiert dann richtig, und so bin ich nun auf der Suche nach einem vernuenftigen LCD Mikroskop bei dem man den PC nicht immer anhaben muss.
wema
Also ich hab mir mal diese "Mikroskope" angesehen. Die Idee mit dem LCD-Schirm ist ja nicht schlecht. Leider scheinen mir die Mikroskope genau dem bereits erwähnten Biolux NG zu entsprechen (Lediglich die Auflichtbeleuchtungsquelle und der LCD-Schirm sind neu).
Revolver (3 Fassungen), Objektive (4x, 10x, 40x) und Beleuchtungsaparat entsprechen aber dem erwähnten Model. Sogar das von mir schon erwähnte Farbbeleuchtungsrad ist beiden Mikroskopen vorhanden.

Positiv ist lediglich der Präparateführer zu erwähnen. - Aber der wurde vereinzelt auch schon zusammen mit dem oben erwähnten Mikroskop verkauft! -

Was hier fehlt sind harte Fakten z.B. Güte der Optik (achromatisch oder nur Glas!, Auflösungsvermögen! (numerische Apertur), Beleuchtungsgüte (Ausleuchtungsvermögen als numerische Apertur und maximaler Scnittweite), Lagerungsart und Spiel des Antriebs (ist ein Feintrieb vorhanden?)

Größe des LCD-Panels (wie viele Pixel horizontal/vertikal) und Größe der Kamera (Chipgröße und Art, Auflösung, Kompression der Bilder oder Möglichkeit der Speicherung als TIFF?)

Keine dieser für die Abbildung und Auflösung entscheidenen Daten werden hier angegeben. (2 Megapixel allein reichen eben nicht aus!)

Fast schon mit Wut erfüllt mich die Tatsache, das einige Schulen zuerst ihre alten Mikroskope mangels fehlender Wartung und Sachverstandes haben verotten lassen, sie dann bei Ebay verhökertenn um sich letztendlich billigen Ramsch anzuschaffen. (Diese Aussage kommt von einem Wartungstechniker einer deutschen Optik-Firma)

Man sollte eben mal vorher durch ein einfaches Kursmikroskop schauen um zu begreifen was für Welten dazwischen liegen!

Ich selbst habe vor 2 Jahren ein Leitz HM Lux3 (im original Transportkoffer) mit 3 achromatischen Objektiven (3,2x NA 0,07, 10x NA 0,25 und 40x NA0,65), Kondensor 0,9 mit Irisblende, 4fach Revolver, Einzeltubus mit Kompensationsbrillenträger-Okular (10x/18mm), Anleitung, elektrischer Beleuchtung mit 5 Watt Lampe für etwa 150 Euro bei Ebay ersteigert.
(Das Immersionsobjektiv 100x NA 1,25 der selben Baureihe hat mich später noch mal 98 Euro gekostet.

Das HM Lux3 ist ein Kursmikroskop der Firma Leitz aus den späten 80er Jahren. (Leichtmetallbauweise mit Kunststoffbauteilen für einzelne Elemente und kombiniertem Grob/Feintrieb)
Hier ist nichts billig sondern preisbewusst gefertigt. Einfache Dunkelfeldmikroskopie, Polarmikroskopie und Phasenkontrasmikroskopie sind ebenfalls möglich.

Die Abbildungsleistung und das Auflösungsvermögen können sich sehen lassen. Hier sieht man auch bei 1000facher echter! Vergrößerung (Bakterien) ein leuchtstarkes und scharfes Abbild. Theoretisch (NA 1,25) wären bis zu 1250-fach möglich - aber dann müsste der Kondensor ausgetauscht werden.

Nicht schlecht für 250 Euro!

Zum Schluss für alle Mikroskopiker: im Download-Bereich meiner Homepage unter Mikroskopie/HMLux3 gibt es eine vergriffene Kurzanleitung zum Mikroskopieren mit einfachen Materialien.
http://homepage.mac.com/hmhinke

Viel Spass
Helmut

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 15.12.2008, 20:11

Das gibt es diese Woche bei Lidl,

http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de ... =extensive

ist so etwas als Schüler Mikroskop zu verwenden?

Interessant ist halt der Anschluß an den Pc, somit könnten Hausaufgaben aufgewertet werden.

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helmut

LCD Mikroskope

Beitrag von helmut » 16.12.2008, 02:02

Wilhelm hat geschrieben:Das gibt es diese Woche bei Lidl,

http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de ... =extensive

ist so etwas als Schüler Mikroskop zu verwenden?

Das Interesse für LCD Mikroskope hat mich neugierig gemacht was so alles übers Internet darüber erwähnt wird.

Leider habe ich selbst nach längerer Recherche nicht wesentlich mehr erhalten als schon im thread mikroskop angeschnitten wurde. Viel genaues gibt s nicht zu berichten:

Die LCD Mikroskope von Meade/Bresser und Celestron scheinen bis auf die Farbe des Kameramoduls identisch zu sein. Während bei Bresser jedoch kaum Aussagen über die Spezifikation erhältlich sind kann man bei Celestron sich wenigstens vorab die Anleitung (auch in deutsch) herunterladen.

Die Preise liegen so zwischen 180-198 Euro für Bresser und um 245 für das Celestron. Ich glaube nicht das sich beide wesentlich unterscheiden!

Das von http://www.nimax-gmbh.de/downloads/Cele ... roskop.pdf heruntergeladene pfd-File zeigt dann aber einige tolle Bemerkungen.
Da wird von einer Auflösung von 0,25µm bei 40-facher Objektiv gesprochen. So etwas ist physikalisch unmöglich.

Selbst mit einem 100-fachen Objektiv mit der höchstmöglichen numerischen Apertur (NA) von 1,32-1,4 in Verbindung mit einem Immersionskondensor (Beleuchtungsapertur etwa 1,3) und so genannter schiefer Beleuchtung ist das nicht möglich! Maximal wäre hier eine höchstmögliche Auflösung von 0,5µm zu erwarten. (Der Preis für solch einen Beleuchtungsapparat liegt allein bei etwa 1000 Euro und das dazugehörige Mikroskop kostet in der Regel noch etwas mehr)

Der LCD-Monitor selbst ist nur etwa 3,5 Zoll gross also weniger als 10 cm in der Diagonale und bietet eine Auflösung von 320x240 Pixel. Die Kamera selbst bietet 2 Megapixel (Interpolierte Pixel zählen nicht) und ist daher im untersten Segment angeordnet.

Fazit: Nicht zu empfehlen auch wenn der Preis von 128 Euro im Vergleich zu den sonst üblichen 178 Euro günstig ist.

Es gibt Alternativen: Man kaufe ein brauchbares älteres Standartmikroskop mit Feintrieb, Kondensor und Kreuztisch bei Ebay und adaptiert eine ältere Digitalkamera mit etwa 3-5 Megapixeln auf das Mikroskop. Dies ist relativ einfach zu bewerkstelligen da man im wesentlichen nur ein Papprohr braucht, welches Okular und und Kameraobjektiv fest verbindet. (Das Kameraobjektiv wird ganz ausgefahren und in Makrostellung betrieben. Es steht dabei so dicht wie möglich über dem Mikroskopokular berührt es jedoch nicht!)
Da die meisten Digitalkameras auch eine Webcam-Funktion besitzen, kann man auf dem Computer ein Bild betrachten und scharf stellen (Sonst benutzt man den kleinen LCD-Monitor der Kamera) Die gemachten Bilder können je nach Kamera entweder über USB-Kabel direkt auf den Computer übertragen werden oder alternativ durch Auslesen der Speicherkarte. Es gibt im Internet bereits einige Umbauanleitungen für diverse Kameras.

Ein Hufeisenmikroskop wie das Hertel&Reuss (baugleich mit dem Kosmos Humboldt) mit einem 10-fachen Okular und den Objektiven 5x, 10x, 40x, 100x kann man schon für 30-40 Euro bekommen und eine ältere funktionierende Digitalkamera manchmal schon für weniger.

Als Beleuchtungsquelle kann man dann noch eine Kugellampe mit einer Osram Energiesparlampe 18-22 Watt "coolwhite" zusammenbasteln. Das gibt einem alten Mikroskop ohne elektrische Beleuchtung eine geradezu optimale Beleuchtungsquelle.

Richtig aufgebaut kann man damit fast schon professionelle Bilder machen.

Helmut

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Beitrag von Wilhelm » 16.12.2008, 21:13

Danke Helmut !!

Da werde ich über Weihnachten mal unter die Bastler gehen, wenn etwas brauchbares dabei raus kommt werde ich die Resultate in's Wiki stellen.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 21.12.2008, 21:39

Nachdem das mit dem Lidel Mikroskop nicht geklappt hatt, habe ich kurzer Hand den Versuch gemacht.
Altes Mikroskop geholt, Objetkträger mit Baumwollfäden drunter gelegt, Digitalkammera draufgesetzt (nicht ganz leicht) und abgedrückt, hier ist das Resultat

http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... G_0428.jpg

Und dann geht die Birne kaputt, nicht weiter schlimm sollte man denken, aber bei einem Mikroskop von 1954 wo auf der Birne noch steht "T.Daimon 2,2 V", ob ich da noch einen Ersatz herbekomme?
Auch bin ich mit dem Gerät nicht so zufrieden, wie man auf dem Bild sieht sind neben den Fäden noch viele andere "Flecken" von denen ich nicht weiß wo sie herkommen, weil eigentlich alles sauber ist.

Habe mich mal bei Bresser umgeschaut, das würde schon meinen Vorstellungen entsprechen

http://www.meade.de/produkte/mikroskope ... 6b0298f36a

ist aber momentan "out of Budget", obwohl so etwas eine gute Geldanlage sein dürfte, wenn das Interesse vorhanden ist.

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helmut

Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von helmut » 02.01.2009, 15:19

Wilhelm hat geschrieben: Und dann geht die Birne kaputt, nicht weiter schlimm sollte man denken, aber bei einem Mikroskop von 1954 wo auf der Birne noch steht "T.Daimon 2,2 V", ob ich da noch einen Ersatz herbekomme?
Auch bin ich mit dem Gerät nicht so zufrieden, wie man auf dem Bild sieht sind neben den Fäden noch viele andere "Flecken" von denen ich nicht weiß wo sie herkommen, weil eigentlich alles sauber ist.
Durch Zufall habe ich herausgefunden was das für eine "Birne" ist.
Über Weihnachten habe ich meine Tochter und meinen Enkel besucht.
Ich hatte ihr mal eine kleine Taschenlampe in der Form eines Marienkäfers geschenkt und nun hat sie mein Enkel.

Richtig auf der Birne steht genau die gleiche Angabe. Es ist eine Linsenförmige Birne mit relativ grossem Durchmesser (schließlich sollte ja der kleine Marienkäfer eine möglichst grosse Fläche beleuchten!)
Die in solchen Mikroskopen üblicherweise verwendeten Birnen hatten zwar auch Linsenform, jedoch war diese Linse etwas kleiner und stärker gewölbt. Auch hier beträgt die nominale Spannung 2,2Volt und wohl 0,025 Ampere.
Jedenfalls wird die Birne an 2 Mignonzellen betrieben (damals Kohle/Zink und nicht Alkali-Mangan!). Die niedrige Spannung erklärt sich aus dem Spannungsabfall solch einer Birne an einer Stromquelle mit relativ hohem Innenwiderstand.
Frische Alkalimanganbaterien, womöglich noch für Photozwecke, lassen sie nicht lange am Leben!

Nun zum Bild. Sollte es sich um eine Linsenbirne für den Ladybird handeln, so erreicht sie möglicherweise nicht die volle Beleuchtungsapertur für das Mikroskop. Die Originalbirne für so ein Mikroskop war in der Regel leicht gefrostet und hellblau eingefärbt. War sie durchgebrannt, so konnte man nur eine ähnliche, linsenförmige Birne erwerben.

Aus der Birne schließe ich, das es sich hier um ein sogenanntes "Schülermikroskop" aus der entsprechenden Zeit handelt. Die Objektive waren alle klein und meist in kleinen verchromten Hülsen von etwa 8-10mm Durchmesser gefasst. Mehr als eine Zahl (10, 20, 30, 40, oder sogar 60) ist nicht eingraviert.

So sieht jedenfalls auch das Bild aus! Es zeigt allgemeine Unschärfen (Linsen), Beugungsartefakte (geringe Beleuchtungsapertur) aber auch Farbfehler (chromatische Abberation). Insgesamt ist das Bild eher Dunkel.

Nun viel kann man hier nicht machen man bekommt das was man hat. Übrigends sollte das Mikroskop ein sogenanntes Zoom-Okular besitzen, so erklärt sich ein grosser Teil des schlechten Bildes auch aus diesem. (Das schon schlechte Bild wird noch mehr vergrößert bzw. verzerrt.

Bis vor kurzem noch waren die einzigen gebauten Zoom-Okulare sogenannte pankratische Okulare für die Mikrofotographie - und die waren sündhaft teuer!

Helmut

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helmut

Re: LCD-Mikroskop

Beitrag von helmut » 03.01.2009, 18:22

Wilhelm hat geschrieben:Nachdem das mit dem Lidel Mikroskop nicht geklappt hatt, ...
Inzwischen hatte ich die Gelegenheit mit dem von Lidl angebotenen Mikroskop
ein paar Probeaufnahmen zu machen.

Hier kann man sie hier sehen und herunterladen:

http://gallery.me.com/hmhinke/100059

NB. Die Präparate stammen bis auf das Fliegenbein und die
Schmerterlingsschuppen aus den beigefügten Präparaten.

Man urteile selbst

Helmut

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Wilhelm
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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 04.01.2009, 00:26

Helmut,

danke für die excellente Beschreibung meines 54er Mikroskops. Die Beschreibung
passt so genau das es mir schon leicht unheimlich ist :o

Es handelt sich um dieses Mikroskop:

http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... skop_3.jpg


Nachdem bei Lidel das Mikroskop schon am Montagmittag ausverkauft war, habe ich eine Beschwerde an die Zentrale geschikt...es gibt ja auch noch genügend andere Supermärkte....

Gestern bekomme ich nun ein Mail....."es ist uns gelungen ein Mikroskop aus einer anderen Filiale zu bekommen, wir haben es an die Filiale in ........geschikt, wenn sie noch daran Interessiert sind können sie es abholen es ist für sie reserviert"
Da war ich doch ein wenig baff ob all des Guten, also vorbei und abgeholt.

Wir haben es dann auch gleich getestet - noch nicht am Pc - die Kinder und meine Frau waren begeistert, wenn wenn man es mit dem alten vergleicht liegen Welten dazwischen.

Besonders Vorteilhaft finde ich die Auflichtfunktion, mal schauen was man da in Verbindung
mit den Chemieversuchen machen kann.

Deine Bilder habe ich mir mal angeschaut, es kommt schon ziemlich nahe an das was wir auf dem LCD Bildschirm gesehen haben, bis auf das Fliegenbein das zu dunkel ist.

Ich finde das Gerät ist für Schülerzwecke sehr gut geeignet. Leider habe ich nur die Vergleichsmöglichkeit mit unserm 10T Euro Gerät aus dem Labor.

So sieht unser neues Arbeitsgerät aus:
Dateianhänge
20080103_IMG_0464.jpg
20080103_IMG_0464.jpg (75.42 KiB) 33837 mal betrachtet
20080103_IMG_0464.jpg
20080103_IMG_0464.jpg (75.42 KiB) 33837 mal betrachtet
20080103_IMG_0463.jpg
20080103_IMG_0463.jpg (50.77 KiB) 33837 mal betrachtet
20080103_IMG_0463.jpg
20080103_IMG_0463.jpg (50.77 KiB) 33837 mal betrachtet
20080103_IMG_0462.jpg
20080103_IMG_0462.jpg (49.4 KiB) 33836 mal betrachtet
20080103_IMG_0462.jpg
20080103_IMG_0462.jpg (49.4 KiB) 33836 mal betrachtet

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von helmut » 04.01.2009, 18:00

Wilhelm hat geschrieben: Besonders Vorteilhaft finde ich die Auflichtfunktion, mal schauen was man da in Verbindung
mit den Chemieversuchen machen kann.
Erst einmal Glückwunsch zum neuen Mikroskop.

Laut der Anleitung ist die eigebaute Auflichtbeleuchtung nur für das 4-fache
(Lupenobjektiv) zu verwenden.
Nur dann kann der schräge Lichtstrahl auf das Objekt fallen.
Bei den stärker vergrößernden Objektiven liegt es zum einen daran, das ihre Hülsen
direkt in den Lichtstrahl reichen, zum anderen auch daran, das der "Kreuztisch"
bereits einen großen Teil des Lichtes vom Objekt ausblendet. Man könnte also versuchen
den Präparateführer zu entfernen und einfache Klemmen verwenden.

Drittens ist Auflicht-Beleuchtung bei Mikroskopen nicht mit der Beleuchtung an
Stereomikroskopen zu vergleichen.
Normalerweise verwendet man hier eine spezielle Beleuchtung durch das Objektiv!
Diese wird oberhalb des Objektivs mit einen speziellen Auflicht-Kondensor in
den Tubus eingespiegelt. (Verfahren nach Ploem)

Bei Stereomikroskopen (Lupen) verwendet man dagegen meist schräge Auflicht-
Beleuchtung (z.B. über Schwanenhälse) oder koaxiale Ringbeleuchtung oder auch beides.

(Beides sind auch typische Verfahren in der Makrofotografie)

Bei der hoch vergrößernden Mikroskopie ist dies jedoch durch den geringen
Arbeitsabstand (Objekt/Objektiv) nicht mehr möglich (wenigstens bei den stark
vergrößernden Objektiven).
Deshalb sind "echte" Auflicht-Mikroskope durchweg teurer als entsprechende
Durchlicht-Mikroskope

Aber bei der niedrigen Vergrößerung kann man durchaus mit schräg
einfallendem Licht arbeiten

Helmut

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 04.01.2009, 21:00

Aber bei der niedrigen Vergrößerung kann man durchaus mit schräg
einfallendem Licht arbeiten
Bei Gelegenheit werde ich mal Bilder davon einstellen.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 11.01.2009, 20:13

Hier mal ein paar Fotos der Auflichtvergrößerung bei 40x.
Die Fotos, ebenso wie kleine Videos, kann man in verschiedenen Auflösungen machen.
Es fängt an bei 640x480 und geht bis 2048x1536 Pixel entsprechend unterschiedlich ist natürlich die Qualität und die Dateigröße.
Dateianhänge
Trockenhefe_2.jpg
Trockenhefe
Trockenhefe_2.jpg (32.32 KiB) 33723 mal betrachtet
Trockenhefe_2.jpg
Trockenhefe
Trockenhefe_2.jpg (32.32 KiB) 33723 mal betrachtet
Meersalzkristalle_1.jpg
Meersalz
Meersalzkristalle_1.jpg (42.78 KiB) 33723 mal betrachtet
Meersalzkristalle_1.jpg
Meersalz
Meersalzkristalle_1.jpg (42.78 KiB) 33723 mal betrachtet
Kupfersulfat_2.jpg
Kupfersulfat
Kupfersulfat_2.jpg (59.36 KiB) 33723 mal betrachtet
Kupfersulfat_2.jpg
Kupfersulfat
Kupfersulfat_2.jpg (59.36 KiB) 33723 mal betrachtet

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 11.01.2009, 20:20

Fortsetzung
Dateianhänge
Schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier.jpg
schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier
Schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier.jpg (51.51 KiB) 33718 mal betrachtet
Schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier.jpg
schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier
Schwarzer Buchstabe auf Zeitungspapier.jpg (51.51 KiB) 33718 mal betrachtet
Weißer Buchstabe auf blauem Papier.jpg
weißer Buchstabe auf blauem Papier
Weißer Buchstabe auf blauem Papier.jpg (38.3 KiB) 33719 mal betrachtet
Weißer Buchstabe auf blauem Papier.jpg
weißer Buchstabe auf blauem Papier
Weißer Buchstabe auf blauem Papier.jpg (38.3 KiB) 33719 mal betrachtet
Rand einer 2 ct Münze.jpg
Rand einer 2 Cent Münze
Rand einer 2 ct Münze.jpg (74.6 KiB) 33717 mal betrachtet
Rand einer 2 ct Münze.jpg
Rand einer 2 Cent Münze
Rand einer 2 ct Münze.jpg (74.6 KiB) 33717 mal betrachtet

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helmut

Re: Auflichtbleuchtung Bresser

Beitrag von helmut » 13.01.2009, 12:11

Sehr schöne Aufnahmen!

Für ein "Schülermikroskop" ist das gar nicht mal so schlecht. Ich habe
anfangs etwas gerätselt was die weißen "Kippen" sein sollen, bis ich
die Beschreibung "Trockenhefe" gelesen hatte!

Nun die Bilder zeigen auch, dass ein Auflichtmikroskop im Grunde
kein echtes Stereomikroskop (Stereolupenmikroskop) ersetzen kann.
Die 40-fache Vergrößerung ist bei vielen Objekten zu hoch. (Man betrachte
mal nur die 2-Cent Münze (erkannt?)).

Auch die geringe Schärfentiefe bei "echten" Mikroskopobjektiven ist hier
deutlich zu sehen. Ein gewölbtes Objekt wird nur in einer Ebene scharf
abgebildet. Aber das nur am Rande.
Man verwendet das Auflichtverfahren mit "echten" Mikroskopen haupsächlich zur
Oberflächen- und Gefügebetrachtung (Geologie, Metallurgie, Forensik), in der
Fluoreszenzmikroskopie (Biologie, Medizin) und hauptsächlich in der Auflicht-
polarisationsmikroskopie (häufig Dunkelfeldpolarisation) (Geologie, Forensik,
Medizin, etc.)

Trotzdem, mit den genannten Einschränkungen, so schlecht ist das Ergebnis
gar nicht!
Besonders wenn man bedenkt das dieses Mikroskop nur 130 Euro (Lidlpreis)
gekostet hat.

Herzlichen Glückwunsch!

Helmut

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telnet

Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von telnet » 10.03.2009, 22:41

Ne gute Quelle, sofern man Leute kennt, sind entsprechende Akademiker; Biologen, Mediziner etc. Ich hab ein solides, aber nicht mehr brandneues Mikro von einem Hämatologen für 200CHF abkaufen können; damit hab ich dann auch selbstangelegte Bakterienkulturen beobachten können (gute Wegleitung dazu ist übrigens das Studienarbeitsbuch "Mikrobiologisches Grundpraktikum").
Letztes Jahr hab ich für mein Patenkind so ein Bresser beim 'E' ersteigert und die Zeit und Gelegenheit bis zur Auslieferung des Geschenks für einen Vergleich der beiden Geräte benutzt.

Die Verarbeitung lässt sich natürlich nicht vergleichen; obwohl im Vergleich zu dem Spielzeugmikro, das ich mal als Kind erhalten hab, doch sagen muss, dass das Bresser robuster ist als dieses besagte Spielzeug der späten 80er. Das Label mit der 1000x Vergrösserung ist aber schon ein bisschen Augenwischerei, immerhin kriegte ich mit dem professionellen bei 1000x sehr gute Ergebnisse diverser Borstentierchen, was mit dem Bressel aber schon eine Begegnung der verschwommenen Art war. Mit dem beiliegenden USB-Kameramodull hab ich kaum brauchbare Aufnahmen machen können - da war's besser mit der normalen Digikamera übers Okular Bilder zu machen. Das begelegte Zubehör war auch nicht gerade der Knüller - so fehlten vorallem genügend Objektträger und Deckgläser und Sachen wie Eosin und Methylenblau zum Anfärben - alles Zeugs, was man sich dann wieder mühsam in der Apotheke besorgen muss. Auch das Sezierbesteck - wenn man's denn so nennen will, ist eher lausig - besseres kriegt man auch hier über den Fachhandel bzw. Apotheke - da gibts diese kompletten Etuis für Medizinstudenten.

Jedenfalls die Bilanz des ganzen Vergleichs: Als Geschenk mag sowas 'Amateurhaftes' vom 'E' oder 'R' vielleicht bestehen, je nach dem ist das Interesse des Beschenkten schnell wieder verloren (vielleicht ob dem Frust der nicht überzeugenden Qualität) oder dann ist der Wunsch zum nächsten Geburtstag etwas Besseres :wink:

Wenn man selbst Zuhause mikroskopieren will, eine gewisse Ernsthaftigkeit vorausgesetzt, würd ich mal beim Hausarzt nachfragen, oder ne Uni kontaktieren; dann kriegt man auch wirklich etwas Seriöses und das zu nem nicht allzu überrissenen Preis....

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helmut

Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von helmut » 13.03.2009, 00:19

telnet hat geschrieben: Wenn man selbst Zuhause mikroskopieren will, eine gewisse Ernsthaftigkeit vorausgesetzt, würd ich mal beim
Hausarzt nachfragen, oder ne Uni kontaktieren; dann kriegt man auch wirklich etwas Seriöses und das zu nem
nicht allzu überrissenen Preis....
Ich weis nicht so recht, welcher Hausarzt gibt schon sein Mikroskop her wenn er es jeden Tag benutzt?
Nun ja viele Ärzte haben jetzt kein eigenes Labor mehr sondern senden ihr Material zur Laborgemeinschaft oder
zu einem Institut. - Für den Notfall würde ich es auf jeden Fall behalten. -

Bei den Unis ist das was anderes, aber da muss mann schon schon sehr viel Glück haben!
Schließlich gibt es ja auch noch Doktoranten, Assistenten, Studenten etc.
Ich selbst hatte mal für über drei Jahre an so einem Institut gearbeitet, - aber ein Mikroskop konnte ich mir
damals nicht an Land ziehen.

Da ich auch keines stehlen konnte, - das wäre nämlich sofort aufgefallen, weil jedes Mikroskop inventarisiert ist,
habe ich mir eines gekauft!
Der Preis entsprach damals dem Preis eines VW-Golfs (ohne Sonderaustattung!). Ich besitze es noch heute.

Helmut

P.s. Hämatologen sind wahrscheinlich am ehesten die Ärzte, die ein gebrauchtes Mikroskop abzugeben haben.
Durch den täglichen Einsatz der Geräte ist der Verschleiss am größten. Außerdem haben schon viele auf digitale
Beobachtung und Dokumentation umgerüstet.
Ein älteres Ersatzmikroskop (was jetzt nicht mehr benötigt wird) dürfte bei vielen noch herumstehen.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von telnet » 13.03.2009, 10:31

Ist klar. Die Verwendung von Mikroskopen in Arztpraxen ist wohl generell rückläufig - da sind Hämatologen schon noch die Ausnahmen (wird wohl noch schlimmer werden, wenn die Ärzte für ihre eigene Laborarbeit nun auch noch lausiger bezahlt werden sollen).

Ich denk mal, ich hatte Glück, obendrein noch, dass es mich nicht nen Kleinwagen gekostet hat :-)

An den Unis sind natürlich raue Mengen vorhanden; wenn mal was ersetzt wird, geht's dann meistens unter der Hand weg; hab's zuerst auch so probiert, aber die Fachstudenten haben sich natürlich zuerst selbst bedient...

Von Mitgehen lassen sollte man sowieso Abstand nehmen - nebst dem juristischen Aspekt ist natürlich auch der moralische - wo ja auch im Bildungswesen überall gespart wird.

Früher kann ich mich noch erinnern, gab's jedenfalls in der Stadt, wo ich aufgewachsen bin, nen Optiker, der Mikros hatte, auch im Schaufenster ausgestellt - Preise weiss ich nicht mehr - für die finanziellen Verhältnisse eines Teenies aber ganz bestimmt zuviel. Aber ich denk mal, dort gab's sicher auch was Qualitatives für weniger als nen Kleinwagen.
Gibt's diese Optiker eigentlich nicht mehr heute???

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Re: Danke + Empfehlung "Mikrobenjäger"

Beitrag von Don Pasquale » 13.03.2009, 11:52

Was? Tucholsky hat Fachbücher rezensiert? Danke für den Link.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 04.01.2010, 00:53

Wollte kein neues Thema aufmachen deswegen setze ich es hier rein.

Zu Weihnachten gab es einen Salzkrebskasten, wobei bei unserem oben erwähnten Mikroskop ebenfalls ein solches Experiment möglich ist, da nennt es sich Salzgarnelen, wird aber das gleiche sein.

Man kocht zuerst Wasser ab lässt es abkühlen oder Leitungswasser 1 Tag stehen gibt eine bestimmte Menge Salz (Meersalz oder Salz ohne Flour, Jod) dazu, auflösen und dann einige von den Eiern einstreuen, das Gefäß am Fenster bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Nach 2-3 Tagen regt sich dann etwas allerdings muss man sehr genau hinschauen (Lupe), mit der Zeit werden sie aber angeblich recht Groß.

Regelmäßig füttern und das Wasser belüften solte man auch.

Ich habe mal eine kleine Zusammenstellung über die Entwicklung gemacht gemacht.

Diese Aufnahmen wurden mit der Auflichtfunktion gemacht.
Dateianhänge
Salzkrebseier Trocken.jpg
Das sind die Eier im Trockenzustand, man kann sehen das schon einige recht deformiert sind, ob da noch was rauskommt?
Salzkrebseier Trocken.jpg (113.16 KiB) 33141 mal betrachtet
Salzkrebseier Trocken.jpg
Das sind die Eier im Trockenzustand, man kann sehen das schon einige recht deformiert sind, ob da noch was rauskommt?
Salzkrebseier Trocken.jpg (113.16 KiB) 33141 mal betrachtet
Salzkrebs 2 Tage alt. Auflicht.jpg
Dieser hier dürfte 2 Tage alt sein, das Bild wurde mit der Auflichtfunktion des Mikroskopes gemacht.
Salzkrebs 2 Tage alt. Auflicht.jpg (45.04 KiB) 33141 mal betrachtet
Salzkrebs 2 Tage alt. Auflicht.jpg
Dieser hier dürfte 2 Tage alt sein, das Bild wurde mit der Auflichtfunktion des Mikroskopes gemacht.
Salzkrebs 2 Tage alt. Auflicht.jpg (45.04 KiB) 33141 mal betrachtet
Salzkrebseier 4 Tage im Wasser.jpg
Hier kann man deutlich erkennen das manche Hüllen schon offen sind und so wie es scheint ein paar Tiere am schlüpfen.
Salzkrebseier 4 Tage im Wasser.jpg (75.24 KiB) 33141 mal betrachtet
Salzkrebseier 4 Tage im Wasser.jpg
Hier kann man deutlich erkennen das manche Hüllen schon offen sind und so wie es scheint ein paar Tiere am schlüpfen.
Salzkrebseier 4 Tage im Wasser.jpg (75.24 KiB) 33141 mal betrachtet

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 04.01.2010, 01:18

Fortsetzung:

Zunächt habe ich noch ein Foto das in der Auf und Durchlichfuktion gemacht wurde, da dass Krebschen natürlich eine gewisse Dicke hat kann man kein durchscheinendes Bild erwarten, ich find aber das es mehr Details zeigt als beim Auflicht.


Da ich ja Filmchen mehr bevorzuge als Fotos, sind halt doch etwas beeindruckender, habe ich noch zwei Filmchen mit dem gleichen Gerät gemacht.

Der farbige Film ist mit Auflicht, der "schwarz-weiß Film ist wiederum mit Durch und Auflicht.

http://www.youtube.com/watch?v=PIWZHkOfLRo

http://www.youtube.com/watch?v=e1J43pmQJWE


Es ist natürlich schwierig ein Krebschen auf den Objektträger zu bekommen, wir haben dann mit einer Pipette ein Tier einsaugen können und auf den Träger bringen, allerdings mussen wir mit einem Papiertuch den größten Teil des Wassers wegsaugen, da die Reflektion des Wassers Aufnahmen unmöglich machte.

Für die Tierfreunde unter uns und den Kindern zuliebe haben wir nach den Aufnahmen die Glasplatte mit der Pipette abgespült und das Tier somit zurück ins Aquarium befördert.
Es ist aber so das ca.90% der Tiere absterben, nur wenige erreichen einmal eine "stattliche Größe"
Dateianhänge
Salzkrebs 2 Tage alt, Durch und Auflicht.jpg
Auf und Durchlicht
Salzkrebs 2 Tage alt, Durch und Auflicht.jpg (21.35 KiB) 33139 mal betrachtet
Salzkrebs 2 Tage alt, Durch und Auflicht.jpg
Auf und Durchlicht
Salzkrebs 2 Tage alt, Durch und Auflicht.jpg (21.35 KiB) 33139 mal betrachtet

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 15.01.2011, 15:08

Vielleicht kennt sich jemand mit der Materie aus?
Weil wir gerade das Thema heiß diskutieren - wie oft Bettwäsche waschen - wegen der Hausstaubmilben, möchte ich gerne mit meinem oben vorgestellten Mikroskop Bilder von Hausstaubmilben machen die ich aus unseren Betten gezogen habe, ist das möglich?

Hat jemand eine idee wie man selbige am besten einfängt (Klebefilm, Staubsauger)?

Schon mal vorab besten Dank für eventuelle Infos!

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Platinboy » 08.12.2013, 08:29

Hallo zusammen,

Der letzte Eintrag zu diesem Thread ist jetzt fast 3 Jahre her.

Ich würde gerne meiner Nichte zu Weihnachten ein Mikroskop schenken. Allerdings sollte es schon etwas besseres sein.
Meine Nichte ist jetzt 12. Gibt es inzwischen eigentlich etwas besseres als den üblichen Plastikschrott, der manchmal sogar als "Laborqualität" beworben wird.

Es darf auch durchaus etwas teurer sein als die üblichen Experimentierkästen zwischen 30 und 70 Euro. Ich denke da so an max. 150 - 200 Euro

Eine Vergrößerung von ca. 600 bis 700-fach ist ausreichend. Es sollte aber ein Okular besitzen, mit dem man mit bloßem Auge das Objekt betrachten kann. Eine Zusatzmöglicht eine USB-Kamera anzuschließen wäre ganz nett, muß aber nicht sein. Die USB-KAMERA darf gerne auch als Zubehör erhältlich sein

Mir kommt es mehr auf optische Qualität an als auf Vergrößerung an.

Gibt es jetzt inzwischen nach 3 Jahren etwas vernünftiges

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Bambini » 08.12.2013, 10:29


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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Platinboy » 09.12.2013, 02:35

Vielen Dank für die schnelle Antwort,

Ich kenne die Fa. Bresser nur vom Namen her, habe aber im Internet gelesen, dass die Mikroskope einiger Discounter angeblich baugleich oder bauähnlich sind.
Ein Discountermikroskop habe ich meiner Nichte bereits im vergangenen Jahr gekauft. Ich habe das Teil gottseidank vorher selbst ausprobiert. Ich fand die Qualität derart indiskutabel schlecht, dass ich das Teil komplett in den Müll gegeben habe. Es würde vielleicht noch als Spielzeug für den Kindergarten oder die Grundschule taugen, für eine Gymnasiastin war das Teil aber eine Zumutung. Auch die USB-Kamera ließ sich nicht an meinem Computer ohne ständige Abstürze des gesamten Systems zum Laufen bringen. Die optische Abbildung war extrem schlecht. Die chromatische Aberration war so extrem, dass man kaum unterscheiden konnte, ob eine sichtbare Zellwand tatsächlich doppelt auftritt oder ob eine einzelne Wand einen blauen Farbsaum hat. Diese Vergrößerungseinrichtung, weil als Mikroskop möchte ich das Teil nicht bezeichnen, hat damals über 50 Euro gekostet, war aber in meinen Augen nur Müll.
Vielleicht bin ich zu sehr verwôhnt von dem Nikon-Mikroskop an meinem Arbeitsplatz. Aber ich halte es doch nicht fúr zu viel verlangt, auch von einem einfachem Mikroskop zu verlangen, dass man von einem Wasserfloh mehr als nur die Umrisse mit blauem Farbsaum erkennt.

Sind die Mikroskope in der Preisklasse zwischen 150 und 200 Euro wirklich besser oder sind das auch nur Teile mit Plastiklinsen (von Achromaten als Objektivlinsen ganz zu schweigen)
Ich habe halt Angst, dass der preisliche Unterschied zu dem Billigramsch nur in Dinge wie Auflicht oder in einen mit Rädern bewegten Objektträgertisch investiert wird. Wenn dagegen die optische Qualität genauso schlecht bleibt ist nichts gewonnen.

Hat jemand persônliche Erfahrung mit Mikroskopen in dieser Preisklasse. Ich erwarte nur eine optische Leistung, die vergleichbar ist mit meinem Mikroskop, das ich in den 70er Jahren selbst von meinen Eltern geschenkt bekommen habe. Und dies war auch nur ein Mikroskop für Schüler.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

R.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von buedes » 09.12.2013, 09:02

Platinboy hat geschrieben:...Die chromatische Aberration war so extrem, dass man kaum unterscheiden konnte, ob eine sichtbare Zellwand tatsächlich doppelt auftritt oder ob eine einzelne Wand einen blauen Farbsaum hat. Diese Vergrößerungseinrichtung, weil als Mikroskop möchte ich das Teil nicht bezeichnen...ich halte es doch nicht fúr zu viel verlangt, auch von einem einfachem Mikroskop zu verlangen, dass man von einem Wasserfloh mehr als nur die Umrisse mit blauem Farbsaum erkennt...
Hallo R.,
Mich würde jetzt mal interessieren, wie sich die Qualitätsunterschiede zwischen der Optik eines guten und eines schlechten Mikroskops konkret darstellen. Dazu wäre ein direkter Vergleich sehr hilfreich. Da du ja offenbar Zugriff hast auf hochwertige Geräte, würde ich dich bitten, mal Bilder zum Vergleich nebeneinander zu setzen.

Gruß, Horst

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Platinboy » 09.12.2013, 10:59

Hallo Horst,

Ich habe leider das oben erwähnte Mikroskop wirklich entsorgt. Ich kônnte natúrlich ein Foto von einem Nikon Mikroskop zur Verfügung stellen, aber ich habe leider kein Vergleichsmikroskop zur Verfügung. Außerdem müssen natürlich die Vergrôßerungen zusammenpassen. Selbst wenn bei beiden Mikroskopen die gleiche Objektivvergrößerung vorliegt, muss natúrlich auch die gleiche Kameravergrösserung vorhanden sein, sonst sind die Bilder nicht wirklich vergleichbar.


Gruss

R.

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Bambini » 09.12.2013, 11:08

Hallo!
Generell finde ich es schwierig in Deinem Preissegment und den genannten Features etwas passendes zu finden. Ich arbeite meistens mit Leitz Mikroskopen, früher für metallographische Untersuchungen mit echter Auflichtoptik, also mit Planglasilluminatoren. Die billigen Geräte haben da ja nur eine schräge Lampe montiert. Heute im Pharmalabor haben wir auch viele Leitz Geräte und andere, welche fünfstellige Beträge kosten. Vielleicht solltest Du Dein Budget etwas nach oben korrigieren, sagen wir 3-500 Euro, damit das Kind sich auch langfristig daran erfreuen kann.
Mal gucken ob ich da noch was passendes finden kann...

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von fromnai » 06.09.2016, 00:36

Hey, ich habe meinem Sohn ( 16 Jahre ) letztens ein Mikroskop gekauft. War mir erst unsicher, ob er das gut finden wird, aber er hat sich echt gefreut. Er kann es sogar für die Schule in seinem Referat verwenden. Also echter Pluspunkt von mir generell. Ich habe mich hier (http://www.mikroskop-test.com/einsteigermikroskope/) informiert. Schöne Grüße

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von Wilhelm » 08.09.2016, 23:47

Also, man muss es mal klar sagen, um längerfristig mit einem Mikroskop Freude zu haben sollte man nicht vergessen das im laufe der Zeit die Ansprüche steigen. Ein Billiges reicht eben dann nicht mehr aus, man verliert den Spaß an der Arbeit, wenn man es verkaufen will, kann man es besser verschenken, eine gehobene Qualität findet immer Interessenten.

So was sollte es schon sein:
http://www.mikroskop-test.com/produkt/b ... her-trino/

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Re: Empfehlung fuer ein Mikroskop

Beitrag von kamikaze3 » 19.05.2017, 20:34

Hi! Wisst Ihr den Bescheid, wie es sich da mit Mikroskopen für Kinder verhält? Die sind doch meist ganz einfach und günstig. Ich habe nämlich überlegt einem Kind von Bekannten dies als Geburtstagsgeschenk zu kaufen? Als Beispiel solche Kindermikroskope. Danke schonmal im Voraus und grüße herzlich!

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