Entsorgungsanweisungen

Beschaffung, Lagerung, Umgang, Entsorgung

Moderator: suntri

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Kosmos
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Entsorgungsanweisungen

Beitrag von Kosmos » 02.03.2009, 20:59

Hallo,

in den neueren Auflagen des C3000 gibt es doch Entsorgungsanweisungen, wie man die meisten Chemikalien relativ problemlos über den Hausmüll oder den Ausguss entsorgen kann. Daher will ich gerne wissen, ob es auch eine Auflage des C4000 mit den Entsorgungshinweisen gab.

Wenn das nicht der Fall war, könnten wir aber dennoch versuchen eine Liste zu erstellen, wie man die einzelnen Reaktionsprodukte der Versuch am unproblematischsten entsorgen kann.

Hoffe ihr könnt mir helfen.

Grüße

Kosmos
Dieser Beitrag ist umweltfreundlich, da es sich um einen so genannten Mehrwegbeitrag handelt, der immer wieder gelesen werden kann. (Autor: Kosmos)

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kainzal

Re: Entsorgungsanweisungen

Beitrag von kainzal » 09.02.2010, 00:01

Das einzig Wesentliche was über die Entsorgung von Chemiekalien im C4000 geschrieben steht ist folgendes:
"Auch für den Hobbychemiker gilt daher die Regel: Chemikalienreste
nicht in den Ausguß oder in den Hausmüil geben,
sondern in einem größeren Behälter (Plastikkanister) sammeln. Reste,
die organische Lösungsmittel enthalten (z. B. Aceton, Benzin, Butanol,
Diethylether), füllen wir in eine gut verschließbare Flasche (z. B.
Brennspiritusflasche). Den Kanister und die Lösungsmittelflasche müssen
wir natürlich wie die Chemikalien gut verschlossen außer Reichweite
von kleineren Kindern aufbewahren. Die gefüllten Behältnisse lassen wir
an einer Chemikaliensammelstelle entleeren (Adressen und Öffnungszeiten
bei den kommunalen Behörden erfragen). "

:D

Das mit der Entsorgungsliste find ich eine gute Idde.

naturkuenstler
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Re: Entsorgungsanweisungen

Beitrag von naturkuenstler » 21.02.2018, 07:05

Bzgl. Entsorgung bzw. Entwicklung der Entsorgungsstrategien habe ich noch eine Frage. Daher hänge ich mich einmal hier an, dann sind die Dinge thematisch gesammelt. Falls es im Forum aber gewünscht wäre, neue Beiträge aufzumachen, bitte gerne sagen. Da ist die Forenkultur ja unterschiedlich.

Ich meine in einem anderen Thread, den ich leider heute auch über die Suchfunktion nicht mehr auffinden konnte, hat jemand die neueren Kästen von Kosmos - die sonst oft kritisiert werden - sehr gelobt, weil es mit diesen auch eine Weiterentwicklung der Entsorgungsstrategie gegeben habe, sodass man nur noch 1 Behältnis für die Reste/Abfälle gebraucht hätte, was eine große Vereinfachung darstellt. Evtl. könnte auch sein, dass ich das nicht hier im Forum, sondern andernorts gelesen habe. Jedenfalls: Wer weiß Näheres über die Veränderung im Bereich Entsorgung?

Soweit ich mich erinnere, war es mit C4000 so wie oben von kainzal beschrieben, dass man 2 Behältnisse verwenden sollte, was ich auch immer brav getan habe. Das wäre jetzt nicht nur 1 Behältnis. Aber ich vermute, für C1 und C2 hätte man dann noch mehr verschiedene Entsorgungsbehälter haben sollen? Empfehlen die neueren, abgespeckten Kästen tatsächlich nur noch 1 Entsorgungsbehältnis?

Faszinierte Wiederentdeckungsgrüße allerseits!

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ChemieFreiheit
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Re: Entsorgungsanweisungen

Beitrag von ChemieFreiheit » 21.02.2018, 12:39

naturkuenstler hat geschrieben:
21.02.2018, 07:05
Ich meine in einem anderen Thread, den ich leider heute auch über die Suchfunktion nicht mehr auffinden konnte,
Das war hier viewtopic.php?f=44&t=1851&hilit=entsorgungsstrategie
Im C3000 3.Auflage 1996 braucht man nur einen Behälter, weil es die Strategie ist, möglichst keine gefährlichen Behälter längere Zeit herumstehen zu haben bis man sie endlich zur Schadstoffsammlung bringt. Alles andere wird neutralisiert und in den Ausguss gegeben. Lässt es sich nicht unschädlich machen wird es ausgefällt und in den Hausmüll gegeben. Einzig die Lösungsmittel und Schmieröle werden gesammelt.
Gruß,

ChemieFreiheit

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Re: Entsorgungsanweisungen

Beitrag von naturkuenstler » 22.02.2018, 00:10

Vielen Dank für deinen Link, so dürfen sich die Gedanken in meinem Kopf zusammenfügen!

Ah, dann war das im C3000. Und klingt wirklich gut & sinnvoll, was du da beschreibst. Es gibt freilich Stoffe, die man nicht einfach bedenkenlos weggießen sollte. Und bei anderen ist eine gewisse Neutralisierung wohl ratsamer als sie als Problemmüll lange herum stehen zu haben.

Bei der Gelegenheit erinnere ich mich auch an einen Chemielehrer. Und ich muss vorweg schicken, ich habe diesen sehr geschätzt, denn er kannte sich im Vergleich zu anderen mit der Materie wirklich sehr tief aus. Aber als Kosmos-erprobter vorsichtiger Experimentator fand ich seine „Entsorgungsstrategie“ zumindest anfangs sehr befremdlich.

Mit dem Argument, dass es sich im Rahmen der Schulchemikalien im Vergleich zu industriellen Abfällen und anderen Dingen, die auch im Haushalt anfallen, nur um Lappalien handle, hat er wirklich alles, was ich damals mitbekam, einfach in den Ausguss gegeben. Das konnte ich kaum mit ansehen. Im Vergleich zu meinen damaligen Heimversuchen waren das freilich durchaus größere Mengen und auch gefährlichere Stoffe. Und ich hatte die meinen immer sehr ordentlich gesammelt.

Meine spätere Auswertung war, dass ich mich seiner Entsorgungsmethode zwar nicht anschließen möchte, sie aber doch verstehe, weil er vermutlich rein rational völlig recht hat. Aber ich wollte mir den Punkt behalten, dass man auch im Kleinen lernen sollte, nicht herumzusauen. Und in diesem Punkt wäre er nicht das beste Vorbild gewesen.

Ein sehr gutes Vorbild war er allerdings, indem er mit großem Engagement uns beibrachte, über allerlei aktuelle, freilich gerade Chemie-relevante Themen sehr vernünftig nachzudenken, abseits oft medialer und anderer emotionaler Katastrophenhascherei auf Stammtischniveau. Wo viel zu oft, heute noch viel mehr als damals geradezu Methode geworden, durch Fokussierung auf und Anprangerung von Kleinigkeiten die großen, wirklichen Probleme verdeckt werden und Fortbestehen können.

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Re: Entsorgungsanweisungen

Beitrag von SinusCosinus » 03.04.2018, 11:47

Es mag sein, dass die Mengen, jedenfalls früher, nicht die große Rolle spielten, aber die richtige Reihenfolge der Themen vor dem ersten Versuch sollte sein:

1.) Sicherheit (Brille, Kleidung), (Feuerlöscher, Löschdecke, Löschsand), schneller Zugriff auf Wasser

2.) Putzen und säubern, wie und womit

3.) sichere Entsorgung

Das mag langweilig klingen (vor allem weil der Anfänger doch endlich loslegen will), ist aber sicherer (auch für 3.te und die Umwelt) und in der heutigen Zeit möchte man der Öffentlichkeit bestimmt keine Gründe liefern, dieses Hobby noch weiter einzuschränken.

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Beitrag von ChemieFreiheit » 04.04.2018, 09:24

SinusCosinus hat geschrieben:
03.04.2018, 11:47
Das mag langweilig klingen (vor allem weil der Anfänger doch endlich loslegen will), ist aber sicherer (auch für 3.te und die Umwelt) und in der heutigen Zeit möchte man der Öffentlichkeit bestimmt keine Gründe liefern, dieses Hobby noch weiter einzuschränken.
Das ist sehr gut!

Wir Hobbychemiker sollten einen Ehrenkodex haben, um die Hobbychemie nicht noch weiter in Verruf zu bringen.
Gruß,

ChemieFreiheit

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