C3000: Mengen der Chemiekalien

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Kosmonatiker

C3000: Mengen der Chemiekalien

Beitrag von Kosmonatiker » 20.12.2009, 23:30

Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit dabei mir einen großen Kindheitstraum zu verwirklichen: der (erneute) Einstieg in die Chemie. Da meine Chemie-Kenntnisse sich ausschließlich auf über 20 Jahre alte Schulerfahrungen beschränken fange ich im Grunde bei 0 an. Zu diesem Zweck hatte ich mir einen fast kompletten C1 angeschafft. Allerdings habe mich die Diskussionen hier im Forum und die Gefahrenhinweise ein wenig eingeschüchtert (Stichwort u. a.: Kann Krebs erzeugen), so dass ich beschlossen habe, vorerst mit einem C3000 (von 1999) anzufangen und mich dann eventuell an den C1 zu wagen. Beim ersteigerten C3000 fehlt u. a. leider die Probierglasbürste (wie beim C1), so dass ich bei Reha eine Bestellung tätigen werde. Zudem ist mir aufgefallen, dass einige Behälter nicht sehr voll sind - obwohl der Kasten kaum genutzt aussieht. Da hier darüber berichtet wurde das die Mengen der Chemikalien in den neuen Kästen immer weniger werden, wollte ich gerne wissen, ob meine Füllstände normal sind, ob ob ich hier auch noch etwas nachbestellen muss. Kann mir hier jemand helfen? Anbei meine Füllstände (soweit nicht mind. 4/5 gefüllt):

- Kupfer(II)sulfat 8g = 1/3 (ich nehme einmal an das sind die 8 g)
- Schwefel = 1/4
- Weinsäure = 1/4
- Zinkpulver = 1/3 - 1/2
- Kaliumbromid = 1/2
- Kaliumiodid = 1/3
- Ammoniumeisen(III)-sulfat = 1/3
- Kaliumhexaacyanoferrat(III) = 1/4
- Eisenpulver = 1/3
- Kaliumpermanganat-Zubereitung 7g = 1/3 (ich nehme einmal an das sind die 7 g)

Eine letzte Frage habe ich doch noch: Kann ich die Phenolphthaleinlsg. "gefahrlos" nutzen, oder sollte ich das Ersatzpaket bestellen?

Vielen Dank für eure Unterstützung,
Kosmonatiker

mc71
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Re: C3000: Mengen der Chemiekalien

Beitrag von mc71 » 23.12.2009, 01:22

Kosmonatiker hat geschrieben:Eine letzte Frage habe ich doch noch: Kann ich die Phenolphthaleinlsg. "gefahrlos" nutzen, oder sollte ich das Ersatzpaket bestellen?
...der Rauch einer Zigarette oder der als Lösungsmittel verwendete Brennspiritus (respektive das Vergällungsmittel darin) ist um ein Vielfaches schädlicher als die Mengen Phenolphthalein, die im gesamten Programm verwendet werden. Du badest ja nicht die Hände darin- das war dem 'Spiele mit Chemie' vorbehalten :mrgreen: :evil:

Hintergrund der Ersetzung dürfte die Diskussion um die bleihaltigen Spielzeugautos et al. gewesen sein, die zu einem gehörigen Teil gar nicht aus chinesischer, sondern aus US-amerikanischer Fertigung kamen. Da kam dann die prinzipielle Erwägung auf, Gefahrstoffe möglichst zu vermeiden- erst recht wenn es Alternativen gibt. Wobei ich mir durchaus nicht sicher bin, ob Lackmus wirklich ungefährlicher ist- oder 'nur' weniger gründlich untersucht.

Als: Handschuhe tragen, Hände waschen, im Labor nicht essen, trinken und rauchen, dann paßt das schon. Rechne doch einfach mal aus, wieviel Stoff in den paar Tropfen Lösung drin sidn, die pro Versuch gebraucht werden.

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Wilhelm
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Re: C3000: Mengen der Chemiekalien

Beitrag von Wilhelm » 23.12.2009, 22:10

Ist es in der Regel nicht so, das bei den wenig befüllten Röhrchen der Boden sehr weit oben
ist?, teilweise passt da nur ein Zehntel des eigentlichen Röhrchenvolumens rein, mehr braucht man dann aber auch nicht, für die Versuche.

Überhaupt ärgert es mich immer wieder welche Platzverschwendung bei den "neueren" Kästen betrieben wird. Wenn amn mit dem C3000 anfängt zu experimentieren wird erst mal jede Menge Platz verbraucht nur um die drei Styroporeinsätze zu verteilen, sehr nachteilig bei jemanden der über wenig Platz verfügt - die Kinderzimmer werden immer kleiner, die Experimentierkästen (leider nur Volumenmäßig) immer größer - ein Witz wenn man es mit den Kästen früherer Jahre vergleicht.
War da etwa das verpackungsmaterial teurer, oder die Lagerplatzkosten höher?

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Kosmonatiker

Re: C3000: Mengen der Chemiekalien

Beitrag von Kosmonatiker » 25.12.2009, 22:10

@ Wilhelm:
In der Tat, einige Röhrchen haben nur noch ein sehr geringes Füllvolumen, wenn ich dieses mit dem C1 vergleiche. Normales Füllvolumen der "Zwei-Kammer-Fläschen" sind ca. 3/4 des C1. Die andere Kammer nur noch 1/10. Interessant dabei ist die Aussage von Kosmos: "Die Festlegung der Füllmengen erfolgt nach Bedarf sowie unter Berücksichtigung der neuen europäischen Sicherheitsvorschriften". Ich habe den Eindruck der Hauptanteil ist "nach Bedarf", da dass Kupfer(II)-sulfat im C3000 u. a. in einem 1/10 Röhrchen (wie für den C1000), aber auch noch in einem weiteren 1/10 Röhrchen und noch zusätzlich einem 1/3 gefülltem 3/4 Röhrchen vorliegt. Dieses spricht dagegen, dass die europäischen Sicherheitsvorschriften hier der begrenzende Faktor (zumindest beim C1) sind. Daher auch mein Interesse, inwieweit die "gebrauchten" Röhrchen urspünglich gefüllt waren/sind. Zumal ich in meinen Kasten teilweise zwei Röhrchen mit dem selben Inhalt habe, die beide nur 1/3 gefüllt sind - im Regelfall würde man doch bei Experimentieren, erst das eine Röhrchen leeren und dann das andere nehmen!?
Ich kann auch vollkommen zustimmen, dass die Platzverschwendung unnötige Ausmaße annimmt. So gibt es für diverse Deckel und z. B. die Brennerteile des Bunsenbrenners zusätzliche Fächer, die nach erstmaligen Zusammenbau nicht mehr benötigt werden und später unnötig Platz verschwenden - allein der Brenner hat am Start 5 Fächer! Hier hat wohl das Marketing über die Handhabung gesieg, zumal die Styroporeinsätze höher sind als benötigt!

@mc71
Ich hatte auch schon den Verdacht, dass man hier mittlerweile zu vorsichtig ist. Vielen Dank für die Rückmeldung und deine ausführliche Erläuterung. Ich ging davon aus, dass wenn man die von dir nötigen angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen einhält und mit dem nötigen Respekt an die Experimente geht, das es "gefahrlos" möglich sein sollte zu experimentieren, wollte aber noch einmal sicherheitshalber eine Rückmeldung einholen! All die Hinweise der R- und S-Sätze zu den Chemikalien hatten mich stark verunsichert. Doch das vollen Döschen mit dem Kaliumdichromat des C1 werde ich wohl auch weiterhin nicht einmal öffnen!

So dann kann ich nur noch hoffen, dass ich noch Feedback zu den Füllmenge bekommen! Über anderes Feedback freue ich mich natürlich auch!

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Wilhelm
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Re: C3000: Mengen der Chemiekalien

Beitrag von Wilhelm » 26.12.2009, 00:15

Kosmonatiker hat geschrieben: Ich habe den Eindruck der Hauptanteil ist "nach Bedarf", da dass Kupfer(II)-sulfat im C3000 u. a. in einem 1/10 Röhrchen (wie für den C1000), aber auch noch in einem weiteren 1/10 Röhrchen und noch zusätzlich einem 1/3 gefülltem 3/4 Röhrchen vorliegt. !

Als ich vor ca.zwei Jahren anfing mich wieder für Chemie zu interessieren und auch gleich einen C3000 zulegte war ich ebenfalls sehr erstaunt über doppelt und dreifach vorhandene Chmikalienröhrchen. Das Modulprinzip noch nicht verstehend, das auch gleich bei Kosmos beanstandet. Antwort: Styroporeinsatz I = C1000, Einsatz I + II = C2000, Einsatz I+II+III = C3000.

Sehr praktisches Idiotensystem. Der Materialeinsatz ist laut Kosmos auch nicht der Preistreiber sondern der Arbeitsaufwand, der aus Sicherheitsgründen in Deutschland stattfindet.
Da sitzen also in der Fabrik am Tisch XY eine menge Frauen und sortieren den ganzen Tag Eisatz I ein, am andern Tisch Eisatz II usw. ein, je nachdem wieviel C1000, C2000, C3000 gerade gebraucht werden, packt man die verschieden Kartons entsprechrd mit den Einsätzen voll. Soweit so Gut, jetzt gibt es aber noch das Chemielabor, das große Forscherlabor und was weiß ich noch und schon ist die Prodiktivität im Eimer.
Eine unüberschaubare Produktpalette, die so verwirrend ist wie Handytarife.
Meine Meinung ist, Quallität und Marke leiden darunter, das kann nur un die Hose gehen.

Die Anzahl der Kästen steht bei mir auch gar nicht mehr Vordergrund, vielmehr reicht es mir wenn die benötigten Substanzen, Arbeitsmaterial (hochwertig) und die Handbücher vorhanden sind.

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