C4000

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Chemiker

C4000

Beitrag von Chemiker » 09.07.2007, 11:37

Hallo Chemiefreunde,

habe mich jetzt endlich von den orangenen Kästen losreißen können, um mich meiner eigentlichen Passion zu widmen.

Bevor jetzt wieder die üblichen Fragen kommen. Ich werde keinesfalls jeden Versuch fotografieren und im Wiki dokumentieren. Dafür habe ich keine Zeit. Ich bin kein Rentner.

Ich werde auch wie beim X-Labor nur die Versuche hier im Forum kommentieren, die irgendwie nicht hundertprozentig funktionieren oder wo es etwas besonderes zu bemerken gibt. Jeder kann das Handbuch bei Suntri auf CD erhalten. Ich sehe keine Notwendigkeit, das nun wortwörtlich im Wiki zu duplizieren. Wenn jemand meine Bemerkungen ins Wiki kopieren will, sei's drum.

Nun zum Versuch 20. Es tat nicht. Das Leitungswasser ist hier sehr hart. Daher werden die Fe-Ionen ausgefällt und der Nachweis gelingt nicht. Mit "destilliertem" Wasser klappte der Versuch sofort.

Grüße vom Chemiker

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cosmos

Beitrag von cosmos » 09.07.2007, 13:54

"Bevor jetzt wieder die üblichen Fragen kommen. Ich werde keinesfalls jeden Versuch fotografieren und im Wiki dokumentieren. Dafür habe ich keine Zeit. Ich bin kein Rentner."

Wenn man so die Einlogzeiten ansieht , könnte man aber ganz stark AUF DIESEN VERDACHT kommen.

Nun gut , wenns nicht geht, gehts nicht.


Gruss an alle Stinker und Explodierer

cosmos

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Chemiker

Coffein sublimiert aus Tee (nicht)

Beitrag von Chemiker » 10.07.2007, 20:40

Danke für diesen konstruktiven Beitrag zum Thema C4000. :x

Nun weiter im Text. Versuch 30 war ein Fehlschlag. Ich habe es mit verschiedenen Teesorten probiert (schwarz/grün), auch auf dem Sandbad erhitzt, den Tee voher im Backofen getrocknet und fein pulverisiert.
Ich erhalte keine Kristallnadeln, nur reichlich Kondenswasser und später ein bräunliches Öl.
Wie habt Ihr das hingekriegt? Professor Blume rät gleich davon ab und empfiehlt die Extraktion, andere Quellen behaupten, es ginge.

Grüße vom Chemiker

DerInder
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Beitrag von DerInder » 11.07.2007, 10:29

Hallo Sven,

könntest du vielleicht kurz schreiben um was es bei den jeweiligen Versuchen geht? Ansonsten können wirklich nur die Besitzer der Kästen/Handbücher (zu denen ich nicht gehöre) verstehen worum es geht.
Viele Grüsse
-=jens=-
aka
DerInder

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wecapp
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Beitrag von wecapp » 11.07.2007, 10:42

DerInder hat geschrieben: könntest du vielleicht kurz schreiben um was es bei den jeweiligen Versuchen geht? Ansonsten können wirklich nur die Besitzer der Kästen/Handbücher (zu denen ich nicht gehöre) verstehen worum es geht.

... es geht dabei um die sublimierung von Coffein aus Tee. Ich hab's auch versucht und bekomme auch nur ein braunes "Öl". Ich denke bei mir war einfach die Hitzezufuhr zu lang - der Versuch wir nochmal gestartet :!:

Ahoy
Werner

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Beitrag von Chemiker » 11.07.2007, 18:30

DerInder hat geschrieben:könntest du vielleicht kurz schreiben um was es bei den jeweiligen Versuchen geht? Ansonsten können wirklich nur die Besitzer der Kästen/Handbücher (zu denen ich nicht gehöre) verstehen worum es geht.
Aber das machen wir doch im Elektronikforum schon immer genauso. Ohne die Handbücher sind alle Beiträge unverständlich (habe Widerstand R6 vergrößert usw.). Also laß mal die paar Euro für eine CD/DVD von Suntri spingen. Da ist dann auch der C1/C2 dabei, dann hast Du das volle Programm. :wink:

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Chemiker

Chromatographie

Beitrag von Chemiker » 14.07.2007, 09:02

Hallo,

die Trennung von schwarzer Tinte mit Butanol/Essigsäure ist viel schlechter als mit Brennspritus/Wasser. Bei Filzstiften ist es teilweise umgekehrt. Wie sind Eure Erfahrungen?

Grüße vom Chemiker

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Vorsicht

Beitrag von Chemiker » 17.07.2007, 21:46

Moin,

bin nunmehr bei Versuch 107 angelangt. Alles bestens. Wenn ich so weitermache, bin ich vor Weihnachten fertig. Habe mir schon mal Holzasche für die Analysen besorgt.
Bei der Reduktion von CuO mit Zn ist mir das Reagenzglas geplatzt. Man sollte vielleicht den Arbeitsplatz vorher mit Alufolie auslegen. So schön kann Chemie sein.
Der Versuch 89 (Auflösung von Kaliumnitrat) ist wortwörtlich vom C2 kopiert. Dummerweise hat man vergessen, daß im C4000 kein Thermometer vorhanden ist.

Man braucht im Chemielabor ein Minimum an Meßtechnik (Thermometer, Waage) so wie im Elektroniklabor ein Multimeter und ein Oszilloskop! Alle andere ist Kinderkram.

Grüße aus dem Labor

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röhre

Re: Vorsicht

Beitrag von röhre » 18.07.2007, 20:37

Chemiker hat geschrieben:Man braucht im Chemielabor ein Minimum an Meßtechnik (Thermometer, Waage) so wie im Elektroniklabor ein Multimeter und ein Oszilloskop! Alle andere ist Kinderkram.
Na ja, wenn Du das so siehst. :shock: In den mir vorliegenden Handbüchern braucht man nichts davon, und trotzdem habe ich die Versuche nie als rudimentär oder gar kindisch empfunden.

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 18.07.2007, 23:10

Am Ende einer wissenschaftlichen oder technischen Ausbildung weiß man: 1. Messen heißt wissen. 2. Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie.

Man mag sich mit dem Basteln zufriedengeben (Oh, es blinkt, Oh es stinkt) oder daraus eine Wissenschaft machen. Kosmos hatte zumindest damals durchaus letzteren Anspruch. Es hieß Lehrspielzeug, war aber viel mehr als Spielzeug. Es war Lehrmittel. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher.

Grüße vom Chemiker

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helmut

Re: Coffein sublimiert aus Tee (nicht)

Beitrag von helmut » 19.07.2007, 18:39

Chemiker hat geschrieben:Versuch 30 war ein Fehlschlag. Ich habe es mit verschiedenen Teesorten probiert (schwarz/grün), auch auf dem Sandbad erhitzt, den Tee voher im Backofen getrocknet und fein pulverisiert.
Ich erhalte keine Kristallnadeln, nur reichlich Kondenswasser und später ein bräunliches Öl.
Wie hoch war die Temperatur im Backofen? Ich habe es mal mit Kaffeemehl versucht (Eine größere Menge von bereits aufgebrühten Kaffee) Trotzdem wurden bei etwa 180°C größere Mengen von Koffein als weislicher Rauch freigesetzt. Natürlich lässt es sich so nicht sublimieren aber das war damals nicht meine Absicht.

Helmut

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Chemiker

Re: Coffein sublimiert aus Tee (nicht)

Beitrag von Chemiker » 19.07.2007, 22:44

helmut hat geschrieben:Wie hoch war die Temperatur im Backofen?
80 Grad, danach pulverisiert und in der Abdampfschale mit Uhrglas auf Sandbad erhitzt. Kaffeepulver habe ich nicht probiert.

Grüße

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Chemiker

Wasserstoffperoxid

Beitrag von Chemiker » 19.07.2007, 22:49

Hallo,

das Zeug soll sich nach einem Tag im Sonnenlicht zersetzen. Ich habe es eine Woche im Licht stehengelassen, aber kaum eine Abnahme der Wirksamkeit feststellen können. War die Substanz früher nicht mit Phosphorsäure stabilisiert?

Grüße vom Chemiker

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röhre

Beitrag von röhre » 19.07.2007, 23:45

Chemiker hat geschrieben:Man mag sich mit dem Basteln zufriedengeben (Oh, es blinkt, Oh es stinkt) oder daraus eine Wissenschaft machen.
Ich weiß nicht recht. Wenn bei einer chemischen Reaktion die Ausgangssubstanzen nicht im richtigen Mengenverhältnis zueinander stehen, bleibt halt eine von ihnen übrig. Welches Mengenverhältnis richtig wäre, kann man anhand der Bruttoformeln aller beteiligten Substanzen sowie der Atomgewichte selbst errechnen. Und die molare Standardreaktionsenthalpie genau zu quantifizieren erscheint mir auch entbehrlich. Man merkt doch, ob es sich um eine heftige oder weniger heftige Reaktion handelt.

Bei der Elektronik sehe ich das ähnlich. Wenn die einstufige Verstärkung in Emitterschaltung 30 oder 40 dB Lautstärkegewinn bringt, wen interessieren da schon die genauen Zahlen? Es geht doch vorrangig darum, dem Experimentator zu vermitteln, was eine Schaltung prinzipiell macht und was nicht. Kritisch wird es erst, wenn man Radioversuche in Wellenbereichen macht, die neben einem "verbotenen" Band liegen (wie LW, UKW oder die Fernsehbänder), und der Abstimmbereich nicht korrekt eingehalten wird. Bei CB (26,565-27,405 MHz) liegt eine Plus-Toleranz von 9,469 % noch im erlaubten Bereich, bei LW (ab 150 kHz) eine Minus-Toleranz von lediglich 3,333 % (so stand es zumindest einst im sog. Postbuch). Bei einem Empfänger, der den Bereich von 0,5 bis 9 MHz überstreicht, spielen dagegen nicht einmal Abweichungen um den Faktor 3,25 (rechtlich) eine Rolle.

Das sieht natürlich bei der Entwicklung eigener Schaltungen anders aus. Aber bis hin zum 5-Transistor-5-Kreis-Super und zum Chemie-Lehrstoff elfte Klasse erstes Halbjahr kommt man meiner Meinung nach ganz gut ohne aus. Und wer Gymnasiallehrstoff für 16- oder 17-jährige versteht, hat die Kindheit wohl hinter sich.

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 20.07.2007, 09:51

Mit Wissenschaft meinte ich, zu verstehen worum es eigentlich geht, die theoretischen Hintergründe zu erfahren. Wissenschaft beginnt nicht erst mit der Doktorarbeit. Jemand, der die Reaktionsgleichung eines Versuches versteht, hat schon den ersten Schritt in Richtung Wissenschaft gemacht. Genauso jemand, der genau weiß wozu jedes einzelne Bauteil in der Schaltung dient und der Schaltpläne lesen kann.

Hier nun lassen manche Kästen sehr zu wünschen übrig. Man steckt ein paar Drähte zusammen und das Radio spielt. Man will den Kindern nicht mal mehr die einfachsten Zusammenhänge begreiflich machen. Ein Chemiekasten, der für 7 jährige gedacht ist, muß nicht gleich das Orbitalmodell präsentieren. Einer für 14 jährige sollte das schon. Kinder sind nicht so dumm.

Das Problem mit der Schule ist doch, daß alles schön mundgerecht und häppchenweise serviert wird, damit auch der schwächste mitkommt. So war es zumindest bei uns. Ich habe mich ewig nur gelangweilt und war froh, nach der Schule wieder in meinem eigenen "Labor" experimentieren zu können.

Grüße

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Chemiker

Re: Vorsicht

Beitrag von Chemiker » 20.07.2007, 20:05

röhre hat geschrieben:
Chemiker hat geschrieben:Man braucht im Chemielabor ein Minimum an Meßtechnik (Thermometer, Waage) so wie im Elektroniklabor ein Multimeter und ein Oszilloskop! Alle andere ist Kinderkram.
Na ja, wenn Du das so siehst. :shock: In den mir vorliegenden Handbüchern braucht man nichts davon, und trotzdem habe ich die Versuche nie als rudimentär oder gar kindisch empfunden.
Du verwechselst hier Baukasten und Labor. Ein Baukasten ist ein (guter) Anfang, aber was ist, wenn man alle Versuche gemacht hat? Baukasten auf den Speicher und Glotze an? Oder alle Versuche noch einmal von vorn?
Ich habe mir damals die Römpp/Raaf Bücher besorgt. Am besten hat mir "Chemische Experimente mit einfachen Mitteln" gefallen. Und in der Aufstellung der Geräte findet man Meßgeräte (Bürette, Meßzylinder, Thermometer, Waage). qed.
Im C2 bzw. C4000 sind Meßpipette, Meßzylinder, Bürette enthalten. Im C2 sogar ein Thermometer. Damals hatte ich eine einfache gebrauchte Balkenwaage (Hornschalenhandwaage) aus einer Laborauflösung im Ort erstanden. Leider ist mittlerweile der Gewichtssatz abhanden gekommen.
Eine einfache Waage, die auf 10mg anzeigt, habe ich daher neu bei Ebay für 10Euro ersteigert (Digitalwaage). Ist zwar keine Analysenwaage, aber reicht für einfache Zwecke aus. Die alte Balkenwaage war auch nicht genauer. Wie setzt Du Dir denn Deine Natronlauge an ohne Waage???

Grüße vom Chemiker

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helmut

Zu Wasserstoffperoxid

Beitrag von helmut » 21.07.2007, 08:07

Wasserstoffperoxid zersetzt sich in der Tat unter dem Einfluss von Sonnenlicht - allerdings sind andere Faktoren noch entscheidender.

Das Handelspräparat Perhydrol (30% p.A.) gibt oder gab es in zwei Ausführungen einmal mit Phosphorsäure stabilisiert zum anderen auch ohne Phosphorsäure. Die relativ hohe Konzentration reicht bei dunkler und nicht zu warmer Lagerung aus um den Stoff für einige Zeit bei fast unveränderter Konzentration in der Originalverpackung zu lagern.

Verdünnte Lösungen zersetzen sich weitaus schneller, besonders wenn sie durch Staub verunreinigt sind oder in unreinen oder verkratzten Glasgefäßen gelagert werden.

Die in Apotheken gekauften verdünnten Lösungen sind ebenfalls meist mit Phosphorsäure stabilisiert, das Verfallsdatum sollte jedoch mit auf dem Etikett angegeben sein.

Natürlich verläuft die Zersetzung in der Regel langsam und nicht schlagartig (wie etwa beim Erhitzen einer 60%igen Lösung!!!) so dass auch nach Überlagerung häufig noch etwas Wasserstoffperoxid vorhanden ist - nur eben viel weniger als vorher vorhanden.

Helmut

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röhre

Re: Vorsicht

Beitrag von röhre » 21.07.2007, 23:25

Chemiker hat geschrieben:Du verwechselst hier Baukasten und Labor.
Stimmt wohl.
Chemiker hat geschrieben:Wie setzt Du Dir denn Deine Natronlauge an ohne Waage???
Ansetzen? :roll: Ich habe die Säuren und Laugen damals fertig verdünnt gekauft und dann immer nach Buch gehandhabt. Die letzten 22-24 Jahre habe ich diese Chemikalien gar nicht mehr gebraucht. Seit dem Kauf meines EE 2003 habe ich, soweit ich mich erinnere, nur noch mit den Cyanotypien experimentiert.

Seitdem habe ich die Chemie schleifen lassen. Die Kästen sind auch nicht mehr in meinem Besitz. Im Moment fehlt es mir auch an Platz und Geld, um welche nachzukaufen. Vielleicht mache ich das eines Tages, aber vorerst hat die Elektronik bei mir Vorrang.

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Chemiker

Osmose

Beitrag von Chemiker » 13.08.2007, 23:28

Hallo,

hat jemand den Versuch 192 erfolgreich durchgeführt? Habe verschiedene Sorten Pergamentpapier aus Supermärkten und Transparentpapiere aus dem Bürogeschäft ausprobiert, aber alle sind für Kochsalz durchlässig.

Grüße aus dem Labor

Platinboy
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Beitrag von Platinboy » 19.08.2007, 13:11

Hallo Chemiker,

ich glaube, das liegt daran, dass "Pergamentpapier", so wie es hier gemeint ist, heute nicht mhr hergestellt wird´. Gemeint ist wohl Cellophan-Papier, das früher z.B. als Einlage in Pralinenschachteln genutzt. Auch wurde es früher als Trennblatt in Briefmarkenalben eingesetzt.
Ich habe den Versuch mit letzterem durchgeführt (nach Auflösung meiner jugendlichen Briefmarkensammlung) und er hat leidlich geklappt (das Wasser ist ca 1,5 cm höher gestiegen).

Wenn Du über "Salzdurchlässigkeit" klagst kann es natürlich auch sein, dass Du die Membran nur nicht richtig abdichtest. Ich habe dazu 3,5 cm breites Tesaband verwendet uns 3 bis 4 Versuche gebraucht bis ich es endlich zu Zufriedenheit dicht hatte.

Gruß

Platinboy

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Cellophan

Beitrag von Chemiker » 19.08.2007, 14:41

Hallo Platinboy,

die Dichtung ist in der Tat nicht trivial. Ich habe daher zunächst das Papier mit Uhu auf die Meßröhre geklebt und dann die Salzlösung per Spritze und "Kanüle" von oben eingefüllt. Da lief nichts heraus. Danach erst habe ich die gefüllte Röhre in den Wasserbehälter gestellt. Man sah Schlieren aus der Membran fallen und konnte Chlorid nachweisen.

Leider habe ich kein Briefmarkenalbum. Ich habe im Supermarkt vergeblich nach Einmachcellophan gesucht. Kannst Du mir ein Stück von Deinem Papier überlassen? Per Brief - Porto zahlt Empfänger? Adresse würde ich Dir per PN zukommen lassen.

Ich hätte im Tausch gepulverte Steinkohle und Stearinkerzen anzubieten, die heute auch nicht mehr einfach zu erhalten sind.

Grüße vom Chemiker

Platinboy
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Beitrag von Platinboy » 20.08.2007, 18:18

Sorry, ich habe den Versuch schon vor vielleicht 20 Jahren nachgestellt, als wir diesen Versuch in der Schule hatten. Als "Salzlaugengefäß" habe ich damals ein Glasrohr aus einem Philips Experimentierkasten verwendet. Aber das sollte eigentlich keinen Unterschied machen. Das Briefmarkenalbum von damals habe ich leider nicht mehr.

Ich habe es noch nicht ausprobiert - aber hast Du schon einmal die Cellophanhülle (oder was das auch immer sein mag) von einem Briefumschlag mit Sichtfenster ausprobiert? Auch manche CD-Hüllen aus Papier haben häufig eine leicht trübe "Sicht-Folie", die wie Cellophan aussieht. Ich weiß allerdings nicht, ob das nicht doch einfach PE oder PS ist. Ich schätze mal damit dürfte man dann Schwierigkeiten haben.

Gruß

Platinboy

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Beitrag von Platinboy » 20.08.2007, 18:26

Übrigens, den Versuch zur Osmose kann man recht unkonventionell auch auf völlig andere Art und Weise nachstellen. Man nehme ein paar reife süße Kirschen und lege sie in normales Leitungswasser ein. Nach ein paar Stunden sind die Kirschen aufgeplatzt. Die Rolle des Salzes spielt in diesem Fall aber der Zucker in der Kirsche. das Wasser außerhalb der Kirschhaut (=halbdurchlässige Membran) versucht die vergleichweise konzentrierte Zuckerlösung in der Kirsche zu "verdünnen" und baut dadurch in der Kirsche einen Druck auf, der sie aufplatzen läßt.

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Chemiker

Halbzeit

Beitrag von Chemiker » 28.08.2007, 21:43

Hallo Chemiefreunde,

habe die Hälfte der Versuche fertig. Es ist schon prima. Die meisten Versuche sind vom C1 und C2 abgekupfert, aber es sind auch wenige neue dabei. Besonders schön sind die Versuche, die es "heute nicht mehr gibt" (also in den aktuellen Kästen). Versuche mit Salpetersäure, Nitraten, Stickoxiden. Oder das Kapitel über pH-Berechnungen, Massenwirkungsgesetz usw. Einfach herrlich!

Es haben sich doch einige andere Forumsteilnehmer kürzlich bei Ebay und anderswo reichlich mit C1, C2, C4000 (C3000+C3500) versorgt, ich hoffe mal von Euren Erfahrungen zu hören.

Grüße vom Chemiker

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Frankenstein

Ebay-Angebote

Beitrag von Frankenstein » 29.08.2007, 19:49

Hi Leute!!!

Bin auch mal wieder da (war extrem stressig bei mir, wegen Trauerfall u.s.w.)

Aber zum Thema: Bei Ebay sind die Preise eher gestiegen, wenn ich das
richtig verfolgt habe.
Ein C1 ist für ungefähr 30-40 €, ein C 3500 ist für über 80 € verkauft worden (hatte mitgeboten, aber vorher aufgehört).

Vor fast zwei Wochen hatte ich dann einen 3500er ersteigert für 66,-€ plus
Versand.Konnte nicht widerstehen.(bin halt bekloppt,hehe)

Der Kasten ist quasi nagelneu und ist mit einigen Chemikalien bestückt, die man heute nicht mehr bestellen kann (Ersatzteilservice).
Alles war noch eingeschweißt, super!
Und ich hatte ja schon das 4ooo-Buch.

Bei Fa. Obst kostet ja ein neuer Kasten 110,-€ (siehe mein Artikel bei Zusatzkästen).

Wenn Chemieecke fertig ist, gehts los mit der Stinkerei :)))

Wie sagte Mutter früher immer: Jungs, brennt mir ja das Haus nicht ab!!

Bis denne.

Gruß

Frank

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 29.08.2007, 23:40

Hi Frankie,

vielleicht bringt Dich das Basteln ja auf andere Gedanken. Ich entspanne mich immer abends im Labor nach dem täglichen Streß.

Eine richtige Chemieecke gibt es hier nicht, sondern nur einen provisorischen Aufbau im Badezimmer, der jeden Abend wieder weg muß. Geht aber Ruckzuck.

Der C4000 hat mich so gepackt, daß ich in 6 Wochen schon 300 Versuche (die Hälfte) "geschafft" habe. Zugegebenermaßen bin ich da einschlägig vorbelastet, so daß mir die Sache leicht von der Hand geht. Jeden Abend 5 Versuche und am Wochenende nochmal 25.

Es fehlen zwar einige schöne Versuche vom C1/C2 (mit Benzol, Formaldehyd usw.), dafür ist die Chemikalienbeschaffung einfacher (kein Benzol, Formaldehyd usw.). Ich habe alle Säuren usw. bei einem offiziellen großen bekannten Internetversand völlig legal mit nur wenig Papierkrieg (Ausweiskopie) beschaffen können. Apotheken kann man hier vergessen und richtige Drogerien gibt es keine mehr.

Beste Grüße von der Chemiefront

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Chemiker

Quali(tatives Praktikum), lösliche/Ammoniumcarbonatgruppe

Beitrag von Chemiker » 16.09.2007, 17:17

Hallo Chemiebekloppte,

habe mich nunmehr durchs "Quali" gekämpft und bin bei Kap. 22 angekommen. Es hat alles ganz gut funktioniert, insbesondere die Analysen von Holz(asche) und Dünger sind interessant, da mal nicht vom C1/C2 abgeschrieben. Allerdings mußte ich Versuch 400 modifizieren. Wer mal einen richtigen Trennungsgang gekocht hat, weiß, daß man Calcium und Magnesium übers Sulfat nicht quantitativ trennen kann. Da hier auch noch das Calcium im großen Überschuß vorliegt, ist die Lösung nach dem Filtrieren gesättigtes Gipswasser mit wenig Magnesium. Das Calcium stört den Nachweis als Magnesiumammoniumphosphat. Ich habe daher nach dem Abtrennen des Calciumsulfats mit Ammoniak neutralisiert und mit Ammoniumcarbonat (Hirschhornsalz) den Rest des Calciums als Carbonat abgetrennt (filtriert). Danach funktioniert der Magnesiumnachweis einwandfrei (scherenförmige Kristalle unter dem Mikroskop). Beim Dünger muß man aufpassen, den richtigen zu erwischen, aber die Zusammensetzung ist ja angegeben. Ich habe Compo 2-Phasendünger für Zimmerpflanzen benutzt (die grauen Körner aussortiert und gemörsert). Damit funktionieren die Versuche tadellos.

Grüße aus dem Labor vom Chemiker
Zuletzt geändert von Chemiker am 25.09.2007, 23:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Quantitative Analyse

Beitrag von Chemiker » 24.09.2007, 23:09

Werte Chemiefreunde,

bin nunmehr bei Versuch 436 angelangt. Die Versuche des Kapitel 22 funktionieren im großen und ganzen. Wer es genauer wissen will, dem sei G.O.Müller empfohlen. Die Wasserhärtebestimmung ergab einen plausiblen Wert. Schade, daß auf die Seifenmethode, die noch im C2 beschrieben ist, verzichtet wurde. Ist das nun auch schon zu gefährlich? Oder nur "umständlich" wie auf S. 114 erwähnt. Die Bestimmung von Hydroxid und Carbonat nebeneinander war nett. Um einen Vergleich zu haben, wurde die Soda eingewogen. Die Methode Warder ergab bessere Werte als Methode Winkler. Mein Zitronensaft lag im angegebenen Bereich. Für Versuch 431 wurde Kupfersulfat eingewogen. Istwert nach Analyse 30,1mg, Sollwert nach Einwaage 31mg.
Versuch 429 wurde mehrfach ausgeführt. Die Ergebnisse schwankten sehr und waren stets viel zu niedrig. Schließlich wurde erst das KJ mit Schwefelsäure gemischt und dann das Peroxid zugegeben. Danach war es akzeptabel (2,8%). Ohne Molybdat verlief die Reaktion langsam und die Blaufärbung kam gegen Ende der Titration erst immer wieder zurück. Mit Molybdat war dieser Effekt verschwunden. Wenn man erst das Peroxid vorlegt und mit KJ mischt, so mag sich das Peroxid teilweise katalytisch zersetzen. Im C2 wird eine andere Reihenfolge beschrieben (s.o.).
Für Versuch 433 wurden 1,27g Eisensulfat eingewogen. Das uralte Zeug löste sich nicht vollständig und ich mußte eine Trübung abfiltrieren. Dennoch ergab die Analyse 1,24g. Versuch 434 ergab 2,7% fürs Wasserstoffperoxid. Für Versuch 435 habe ich Wasser aus einem Teich benutzt. Das Ergebnis war 25mg KMnO4 pro l. Leitungswasser ergab einen Wert von 3.
Wie immer wurde "destilliertes" Wasser aus dem 5l Kanister (1,49Euro im Supermarkt) für alle Versuche verwendet (unser Leitungswasser ist sehr hart). Maßlösungen wurden von Omikron bezogen (HCl, Thiosulfat). Beim C2 waren noch HCl und Cersulfat Maßlösungen dabei. Angeblich soll der C4000 mal 800DM gekostet haben? Da hätte man diese Flaschen ruhig noch beilegen können. Ich nehme an, daß der C4000 nach nur wenigen Jahren vom Markt genomen wurde, weil er ein kommerzieller Flop war. Der C3000 für 170Euro (340DM!) ist auch ganz schön happig. Wer gibt schon so viel Geld für ein Geschenk aus, wenn man nicht sicher ist, ob es überhaupt benutzt wird. Ich kenne keinen Erwachsenen, der so ein Spielzeug für sich selbst kauft. Wohl auch ein Grund, daß Kosmos die hochpreisigen Artikel aufgibt und sich auf das untere Marktsegment (Kinderkästen) kapriziert.

Jetzt erwarte ich die Resultate aller derjenigen, die sich (per Ebay oder Fa. Obst) kürzlich mit C4000 bzw. C3500 versorgt haben!

Grüße vom Chemiker

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Kap. 23

Beitrag von Chemiker » 29.09.2007, 20:32

Versuch 445 hat nicht geklappt. Für Versuch 446 kann man die Methylorange-Mischung wohl kaum verwenden, da sie Natriumsulfat enthält (das finde ich nur peinlich und wäre früher nicht passiert). Als glücklicher Besitzer eines original alten C2 hatte ich unvermischte Substanz zur Hand. Damit funktionierte es. Allerdings kriegte das Probierglas einen Sprung. Die neuen Gläser halten im Gegensatz zu den Fiolaxgläsern der guten alten Zeit einfach nichts mehr aus. Es sind Wegwerfgläser (made in China?). Bei Versuch 437 ist das Glas einfach zerbröselt. :shock:

Grüße

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Chemiker

Ebay

Beitrag von Chemiker » 17.10.2007, 22:49

C4000 ist heute für 97Euro verkauft, normalerweise liegen die Preise höher (120-150). Vor einiger Zeit kam einer (ohne Buch!) auf 171!

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Essigsäureethylester

Beitrag von Chemiker » 19.10.2007, 17:36

Hallo,

bin inzwischen bei den Estern angekommen. Die Versuche aus den vorhergehenden Kapiteln der Organik haben im großen und ganzen funktioniert. Hier jedoch wird der Weichspüler zu weit getrieben. Im Original C1 (rotes Hemd) wird Essigessenz verwendet, die damals noch 80% hatte! Dazu konz. Schwefelsäure. Diesen Versuch hatte ich in der 7. Klasse im Deutschunterricht vorgeführt (Chemie gab es erst ab 8. Klasse). Dazu hatte ich Eisessig verwendet und konz. Schwefelsäure, die ich als 13jähriger problemlos in der Apotheke kaufen konnte. Heutzutage gibt es nicht mal mehr 96% Alkohol ("darf ich nicht verkaufen"). Maximal 90% sind erlaubt.

Im C1 (grünes Hemd) sowie weißes Hemd hat die Essigessenz nur noch 25% so wie heutzutage. Daher wird Natriumacetat und konz. Schwefelsäure verwendet. Diesen Versuch habe ich nie ausgeführt. Immerhin hieß es noch "der zünftige Chemiker kann auf die konzentrierte Säure leider nicht verzichten".

Im C4000 ist konz. Schwefelsäure verpönt ("kommt für Hobbychemiker nicht in Frage"), daher wird nun Natriumacetat und Natriumhydrogensulfat verwendet (wie beim Kinderkasten All-Chemist). In diesem heterogenen Medium (das NaHSO4 löst sich im Alkohol nicht auf) verläuft die Reaktion schlecht. Es destillierte fast nur Alkohol über, die Versuche mit Öl und Styropor (der erste C1 nahm noch Celluloid) schlugen fehl. Der C4000 geht im Gegensatz zum C1 nicht auf den Reaktionsmechanismus ein. Die Veresterung ist säurekatalysiert. Wo sollen im organischen Medium die Protonen vom NaHSO4 herkommen? Man müßte wohl längere Zeit rühren und unter Rückfluß kochen, da die Reaktion nur an der Grenzfläche Feststoff/Flüssigkeit ablaufen wird. Murks.

Beim "Forscherlabor" wird gar nicht erst der Versuch gemacht, den Ester destillativ aus der Alkohol/Natriumhydrogensulfat/Natriumacetat-Mischung abzutrennen. Eine Geruchsprobe ist alles. Wenigstens bleibt einem der Mißerfolg erspart.

Ich werde froh sein, wenn die Versuche vom C4000 fertig sind (noch ca. 100), damit ich dann endlich mit dem C1/C2 weitermachen kann. Originalkästen aus meiner Kindheit, erste unverfälschte Ausgaben. Ich wollte sie nach der Schule verkaufen, aber niemand wollte sie. Auch mein Chemielehrer konnte sie in der Schule nicht loswerden. Nach mir gab es auch nie wieder einen Chemie LK. So haben die Kästen fast 30 Jahre auf dem elterlichen Dachboden gelegen. Da ich sie damals zum Verkauf aufgehübscht und alle Fehlteile von Kosmos nachbestellt hatte, kann ich nun die Uhr 30 Jahre zurückdrehen und die gute Zeit wieder aufleben lassen.

Grüße aus dem Labor

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Beitrag von Chemiker » 03.11.2007, 21:33

Hallo,

heute habe ich Kapitel 30 abgeschlossen. Der Schwefelnachweis im Casein (Aufschluß mit Salpeter, Nachweis mit Bariumchlorid) hat nicht funktioniert. Dafür mußte wieder ein Probierglas dran glauben, die Billiggläser halten echt nichts mehr aus. :x
Sehr gut war der Katalasenachweis per schwimmendem Filterpapier. Das ist mal nicht vom C1/C2 abgeschrieben. 8)

Grüße vom Chemiker

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Beitrag von Chemiker » 02.12.2007, 23:42

So, bin nunmehr beim letzten Kapitel angekommen, Kunststoffe. Die Auflösung von Polystyrol in Aceton hat nicht so funktioniert wie angegeben. Es löst sich sehr schlecht. Zwar bildet sich bei Wasserzusatz eine Trübung, vom Zischen (Styropor) oder Tyndall-Kegel war jedoch nichts zu bemerken. Auch nach Stunden nicht.
Wenn man genau hinsieht und vergleicht, dann ist der Versuch fast wörtlich vom C2 abgeschrieben, nur wurde dort noch Benzol verwendet....

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Beitrag von wecapp » 03.12.2007, 08:27

Chemiker hat geschrieben:So, bin nunmehr beim letzten Kapitel angekommen,

... so, dann kann ich ja mal im Januar mit dem C4000 anfangen - und Deine ausgezeichneten Berichte als Grundlage nehmen.
Salü aus dem Saarland
Werner

-------------------------------------
Noch Älter werden vermeiden

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habe fertig

Beitrag von Chemiker » 01.01.2008, 14:53

wecapp hat geschrieben:... so, dann kann ich ja mal im Januar mit dem C4000 anfangen - und Deine ausgezeichneten Berichte als Grundlage nehmen.
hat alles bestens geklappt, jetzt seid Ihr dran!

Frohes neues Jahr vom Chemiker

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 15.02.2008, 10:07

Bei e bay steht zur Zeit ein C 4000 bei 102 Euro, noch 8 Tage bis Ende.
Ein C1, noch günstig, bei 35 Euro 2 Tage bis Ende.
Ein C2 ging vor kurzem weg für 240 Euro !!!

Es scheint gerade ein regelrechter Boom auf die Kästen stattzufinden.

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 15.02.2008, 20:40

Wilhelm hat geschrieben:Es scheint gerade ein regelrechter Boom auf die Kästen stattzufinden.
Tja, das ist bedauerlich. Ich will hoffen, daß es nicht an diesem Forum liegt. Vor zwei Jahren waren die Preise noch normal und man konnte sogar 1 Euro Schnäppchen machen.

Erstaunlich, daß Leute die nachgewiesenermaßen schon vor kurzem einen C4000 erworben haben, weiterhin mitsteigern. Wahrscheinlich Wiederverkäufer (die Angabe "angemeldet als privater Verkäufer" besagt überhaupt nichts).

Ansonsten muß man aufpassen, nicht in die Sammlerfalle zu tappen, sonst verbringt man mehr Zeit auf Ebay und damit, seine Schätze zu horten, bewundern und zu restaurieren, als damit, die Versuche zu machen. Schließlich sind die Baukästen zum benutzen geschaffen worden, nicht zum in die Vitrine stellen (die geistigen Väter würden sich im Grabe umdrehen).

Grüße

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nessuno

Leben und leben lassen

Beitrag von nessuno » 15.02.2008, 22:27

Sorry werter Chemiker, aber
Ansonsten muß man aufpassen,.....
ich hingegen meine man muss hier gar nichts .
Welch eine Anmaßung, seine persönliche Meinung als allgemein gültig darzustellen:
Schließlich sind die Baukästen zum benutzen geschaffen worden,...
Jeder kann tun und lassen was er will. Und ob jemand seine Kästen in die Vitrine stellt oder verbastelt oder bei den Kastenweitwurfmeisterschaften
in Nordwest-Friesland oder Südost-Bayern zerbröselt, ist einzig und allein seine Sache.
Erstaunlich, daß Leute die nachgewiesenermaßen schon vor kurzem einen C4000 erworben haben, weiterhin mitsteigern.
......na hoffentlich ist das nicht auch der Polizei aufgefallen.

Ein wenig mehr Toleranz und distanziert kritische Betrachtung der eigenen Motivation wäre vielleicht angebrachter und von Vorteil.

GN

P.S. nein, ich bin kein Vitrinensammler oder Wiederverkäufer. Und wenn, dann wäre es auch nicht schlimm.

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 16.02.2008, 08:07

Ich bin allerdings auch der Meinung das ein Kasten seine eigentliche Bestimmung erfüllen sollte. ich habe die Kästen ja nicht aus "jux und dollerei" gekauft sondern, des lernens wegen. So haben es die Väter dieser Kästen sicherlich auch gesehen.

Natürlich........hätte es nicht die Leute gegeben die bsw. ihre Hondas und Kawasakis aus den 70ern in ein trockenes Plätzchen gestellt hätten, nichts wäre mehr der Nachwelt erhalten geblieben. Aber das sollte jedem selbst überlassen bleiben. Schade wäre es freilich wenn einer einen kasten in der Vitrine hat und der andere einen solchen für Versuche dringend benötigt. Wie auch immer.

Als ich vor ein paar Wochen meinen C4000 kaufte war mir schon klar das das ein Wiedererkaufsobjekt sein musste. der ganze Schmarren mit Dachbodenfund etc., ich schätze 75% sind Wiederverkäufer.
Das kann auch keiner kontrollieren, man muss sich das mal vorstellen, wer das alles überwachen soll.
Letztendlich finde ich das auch nicht so schlimm, solange meine Ware "wie beschrieben" ist.

Deswegen sind die Kästen trotzdem teuer geworden :-(

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Chemiker

Re: Leben und leben lassen

Beitrag von Chemiker » 16.02.2008, 09:16

nessuno hat geschrieben:Sorry werter Chemiker, aber
Ansonsten muß man aufpassen,.....
ich hingegen meine man muss hier gar nichts .
Welch eine Anmaßung, seine persönliche Meinung als allgemein gültig darzustellen:
Schließlich sind die Baukästen zum benutzen geschaffen worden,...
Jeder kann tun und lassen was er will. Und ob jemand seine Kästen in die Vitrine stellt oder verbastelt oder bei den Kastenweitwurfmeisterschaften
in Nordwest-Friesland oder Südost-Bayern zerbröselt, ist einzig und allein seine Sache.
Erstaunlich, daß Leute die nachgewiesenermaßen schon vor kurzem einen C4000 erworben haben, weiterhin mitsteigern.
......na hoffentlich ist das nicht auch der Polizei aufgefallen.

Ein wenig mehr Toleranz und distanziert kritische Betrachtung der eigenen Motivation wäre vielleicht angebrachter und von Vorteil.

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P.S. nein, ich bin kein Vitrinensammler oder Wiederverkäufer. Und wenn, dann wäre es auch nicht schlimm.
danke, das war's
mich seht Ihr hier nicht wieder, solche Frechheiten muß ich mir nicht bieten lassen
sucht Euch eine andere Lokomotive, vielleicht will nessuno ja meine Rolle übernehmen

Suntri, bitte lösche mein Konto hier

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Re: Leben und leben lassen

Beitrag von norbert_old_no » 16.02.2008, 12:48

nessuno hat geschrieben:P.S. nein, ich bin kein Vitrinensammler oder Wiederverkäufer. Und wenn, dann wäre es auch nicht schlimm.
Da hat der Chemiker wohl einen blanken Nerv bei Dir getroffen?! Aber mit dieser Reaktion hast Du in diesem Forum keine Freunde.

Oh doch - ein Wiederverkäufer zu sein ist schlimm! Nur wegen deren Gebaren werden die gebrauchten Experimentierkästen immer teurer. Wir sollten vielleicht einmal die Kontaktdaten unserer Verkäufer und Käufer sammeln. Es muss ja nicht sein, dass ich mein Geld bei jemandem lasse, der als Einkäufer tabalandi oder bergerwo sein Unwesen in der Bucht treibt.

Und für Vitrinensammler gibt es beispielsweise Münzen in Stempelglanz oder Sammeltassen. Wer da Experimentierkästen reinstellt, hat im wahrsten Sinne des Wortes nicht alle Tassen im Schrank!
nessuno hat geschrieben:Jeder kann tun und lassen was er will. Und ob jemand seine Kästen in die Vitrine stellt oder verbastelt oder bei den Kastenweitwurfmeisterschaften in Nordwest-Friesland oder Südost-Bayern zerbröselt, ist einzig und allein seine Sache.
Natürlich kann jeder machen was er will. Aber man sollte sich auch immer über die Konsequenzen seines Handelns im Klaren sein. Für derart abartige Fantasien suchst Du besser einen anderen Spielplatz. Bezüglich Vitrine – siehe oben; zum Verbasteln gibt es Selbstbaumodule a la suntri; und zum Weitwurf kannst Du gerne die geheimnisvolle Röhre nehmen, die Du kürzlich Philips-Bereich avisiert hast. Der Käufer kann einem wirklich leid tun. Mit all den fehlenden Kontakten ist das Teil so wertvoll wie eine blaue Mauritius mit künstlichen Zähnen.

- Norbert
Zuletzt geändert von norbert_old_no am 31.05.2008, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung. (Dieter Hildebrandt, Kabarettist)
So gesehen ist man mit Philips EE deutlich besser dran, als mit Kosmos XG. ;-)

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Re: Leben und leben lassen

Beitrag von norbert_old_no » 16.02.2008, 12:50

Chemiker hat geschrieben:danke, das war's
mich seht Ihr hier nicht wieder, solche Frechheiten muß ich mir nicht bieten lassen
sucht Euch eine andere Lokomotive, vielleicht will nessuno ja meine Rolle übernehmen

Suntri, bitte lösche mein Konto hier
Hallo Sven,

bitte überlege Dir das noch mal!

Es ist schon schlimm genug, dass Du nicht mehr im Philips/Schuco Bereich mitschreibst. Ich bin zwar nicht immer einer Meinung mit Dir, aber deswegen möchte ich keinesfalls ganz auf Deine Kommentare verzichten.

- Norbert
Zuletzt geändert von norbert_old_no am 31.05.2008, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
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nessuno

Weiterhin leben und leben lassen

Beitrag von nessuno » 16.02.2008, 16:31

liebe Leser dieses Forums,

was geht hier ab? Nun, in der Elektronik nennt man es Impulsantwort, in der Psychologie gibt es die Stimulus-Response-Theorien. Ich habe provoziert(die Provokation ist (auch) eine Kreativtechnik), der Chemiker zieht sich beleidigt zurück, norbert_old_no wütet gegen abweichende Meinungen.


Achtung, persönlicher Meinungsmodus "ein":

Chemikers Rückzug bedauere ich, ein Forum lebt von der Vielfalt der Beiträge.
Norbert entlarvt sich selbst - meiner Meinung nach - durch die Inhalte seiner Beiträge.
Im Gegensatz zu mir meint er anscheinend genau zu wissen, was in dieser Welt widerspruchsfrei gut und böse oder recht und schlecht ist, was man darf oder nicht darf. Egal.

Was mir aber auf den Nerv geht ist die Doppelmoral die einige hier bezüglich der Online-Auktionen an den Tag legen.
Wikipedia:Doppelmoral bezeichnet eine gesellschaftlich praktizierte oder auch stillschweigend sanktionierte Moral, die "mit zweierlei Maß" misst und ihr Werturteil zugunsten ihrer eigenen Bedürfnisse fällt.
Nach Schnäppchen geiern und gleichzeitig das Prinzip von Angebot und Nachfrage verteufeln. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Auch ich bin über die Preisentwicklung nicht glücklich. Aber letztendlich bin ich froh über die Auktionen, weil so einiges vor dem Müll gerettet wird. Ich halte die Baukästen in ihrer klassischen Form für ein Kulturgut, das in dieser Form nicht mehr produziert werden wird. Insofern ist der Vitrinenaspekt gar nicht so unwichtig.
Wir sollten vielleicht einmal die Kontaktdaten unserer Verkäufer und Käufer sammeln.Es muss ja nicht sein, dass ich mein Geld bei jemandem lasse, der als Einkäufer tabalandi oder bergerwo sein Unwesen in der Bucht treibt.
Na prima, machen wir aus dem Forum nicht nur eine Baukastenmeinungs- sondern auch eine Auktionsüberwachungsbehörde. VEB Horch und Guck lässt grüßen.
Für derart abartige Fantasien suchst Du besser einen anderen Spielplatz.
Wie gut, dass Ironie immer ohne Probleme erkannt wird.

Achtung, persönlicher Meinungsmodus "aus".


Egal, welche Reaktionen noch kommen, für mich ist dieser Thread erledigt.

Versöhnlich-provokante Grüße an alle
N

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 16.02.2008, 16:40

Mein lieber Chemiker,

auch ich war erstaunt über den Ton von nessuno, wenn hier einer gehen sollte, dann Er.

Ich habe in der kurzen Zeit die ich nun im Forum bin deine Hilfsbereitschaft und Fachkenntnis sehr schätzen gelernt.

Bitte gehe nicht !!


Wilhelm

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Re: Weiterhin leben und leben lassen

Beitrag von norbert_old_no » 16.02.2008, 17:54

Lieber nessuno,

wenn ich Deinen persönlichen Meinungsmodus mal weg filtere, sagt Dein zweites Ich folgendes. Oder ist es Dein erstes Ich und das zweite Ich hat einen persönlichen Meinungsmodus? Nennt man so etwas nicht schizophren? Spielt es dann überhaupt noch eine Rolle, was das erste oder zweite Ich sagt oder denkt?
nessuno hat geschrieben:liebe Leser dieses Forums,

was geht hier ab? Nun, in der Elektronik nennt man es Impulsantwort, in der Psychologie gibt es die Stimulus-Response-Theorien. Ich habe provoziert(die Provokation ist (auch) eine Kreativtechnik), der Chemiker zieht sich beleidigt zurück, norbert_old_no wütet gegen abweichende Meinungen.

Egal, welche Reaktionen noch kommen, für mich ist dieser Thread erledigt.

Versöhnlich-provokante Grüße an alle
N
Was soll uns hier auf provokante Weise versöhnlich stimmen? Dass jemand, der mal ein paar Sätze aus einem psychologischen Lehrwerk gelesen hat, halt nicht mehr ganz einfach „Entschuldigung!“ sagen kann? Ich fände es wirklich besser, der Chemiker bleibt und für Dich ist nicht nur dieser Thread erledigt.

- Norbert
Zuletzt geändert von norbert_old_no am 31.05.2008, 22:07, insgesamt 1-mal geändert.
Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung. (Dieter Hildebrandt, Kabarettist)
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neuling

Beitrag von neuling » 16.02.2008, 20:39

Lese seit ein paar Wochen in diesem Forum, und natürlich sind mir die vielen Beiträge von Chemiker aufgefallen, die von seinem grossen Erfahrungsschatz zeugen.
Der gestrige Beitrag von nessuno, der mir schlicht im Ton unfreundlich (sorry, kenne den psychologischen Fachterminus dafür nicht) erschien, hat mich ziemlich gestört. Vor allem habe ich Mühe mit Leuten, die rumschreien.

Ich dachte dann aber, als Neuer ist es sicher nicht meine Aufgabe, mich hier einzumischen. Nachdem sich Chemiker nun offenbar zurückziehen möchte, möchte ich doch meinen Senf dazugeben. Bitte überdenke Deinen Entscheid noch einmal, lieber Chemiker, ich fände es wirklich schade, in Zukunft auf Deine Beiträge verzichten zu müssen!
Mit dem Kosmos Radio + Elektronik 100 habe ich gerade erst begonnen, ich möchte mich in Zukunft aber häufiger in diesem Forum melden, auch wenn ich wahrscheinlich nur mit dummen Fragen nerven werde...

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Beitrag von Wilhelm » 16.02.2008, 22:44

@suntri

ist es möglich im Forum eine Umfrage zu starten?
Der Titel könnte lauten "Wen will ich im Forum lieber haben, Chemiker oder nessuno"


Wilhelm

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supercarry

Beitrag von supercarry » 16.02.2008, 23:43

Hallo zusammen,

meine Antwort auf die vom Vorposter angeregte Abstimmung lautet:

Beide!

Also mal ehrlich Leute,

da kommt ein relativer Newcomer (wie ich übrigens auch einer bin) und übt eine im Kern berechtigte Kritik, im Ergebnis flippt die Community mehr oder weniger aus?
Was sollen die Rücktrittsdrohungen von etablierten Forumsmitgliedern und die Hetze gegen den vermeintlichen Störenfried, der die Dreistigkeit besitzt mal einen Finger auf die Wunde zu legen?

Dieses "Kastendenken", hier Sammler, dort Experimentator sollte nun wirklich überwunden werden. Es gibt ohnehin nur eine sehr begrenzte Anzahl von Leuten die das Baukastenthema überhaupt interessiert!

Also wenn das nicht gelingen sollte ist es schade um die Mühe die der Forumsbetreiber sich seit "Inbetriebnahme" des Portals gegeben hat.

Gruß
Heinrich

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Beitrag von suntri » 17.02.2008, 08:14

Guten Morgen

Dies ist nun der dritte Fall einer Verbaler Entgleisung in diesem Forum. Wir sollten alle daraus lernen. Leider wird es auch in Zukunft mal vorkommen.
Beim ersten mal glaubte ich auch, dass ich versagt habe und wollte das Forum schliessen. Doch wenn ich an die vielen tollen Beiträge zurückdenke muss dieses Forum weiterhin existieren. Wo sonst wollen wir uns austauschen. Und es sollten auch alle aktiven Mitglieder dabei bleiben.

In den ersten Monaten dieses Forums meldeten sich noch ganz andere Kaliber an. Da ging es nur um einen Link auf eine Schmudelseite. Erst seit der zusätzlichen Eingabe bei der Anmeldung kommen nur noch ernsthafte und interessierte Menschen dazu. Es wird uns also schon vieles erspart. Schaut mal in ein beliebiges anderes Forum. Da geht meistens die Post ab.

Also respektiert euch gegenseitig und Konzentrieren wir uns auf den Austausch von Informationen zu den Baukästen.

Gruss suntri
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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nessuno

Unkommentierte PN an mich

Beitrag von nessuno » 17.02.2008, 13:52

Von: Wilhelm
An: nessuno
Verfasst am: 16.02.2008, 21:50
Titel: Was soll das? Nachricht zitieren
Mein lieber Freund,

solche Klugscheißer wie Du sind der Tod einer jeden Forumdiskusion.

Ich kenne Typen wie dich.
Ich werde jeden deiner Beiträge unfachmännisch kommentieren.

Es ist besser Du machst dich hier vom Acker!!


mit den dir gebührenden Grüßen


Wilhelm

_________________
Das kanns doch nicht schon gewesen sein !

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