C1, Versuch 1 und 2: Flotation

Moderator: suntri

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suntri
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C1, Versuch 1 und 2: Flotation

Beitrag von suntri » 13.03.2008, 22:44

Ich habe soeben Versuch 1 und 2 von KOSMOS C1 gemacht. Doch mit dem Resultat bin ich nicht besonders glücklich.

Als Erstes eine Frage zum Abmessen der Mengen. Ich bin mir nicht sicher ob ich die gleiche Messröhre wie dem Baukasten C1 beiliegt hier vor mir habe. Doch bei meiner ist die 0 ganz oben bei der grossen Oeffnung und die 30 unten kurz vor der Verengung. Nun frage ich mich wie ich damit messen soll?
Ich habe das mit einer 10ml Mensur gemacht.

Dann zum Versuch 2. Bei mit trennten sich Schwefel und das Eisen nicht wirklich toll.

Bilder dazu sowie mein Kommentar sind im WIKI zu sehen:
http://www.rigert.com/ee-wiki/index.php ... hese_durch

Meine Erfahrungen werde ich in Blau halten sie jetzt schon zu sehen ist.
Am Ende der Info kommt nun immer eine "Signatur" Dazu folgende Zeichen Eingeben:
--~~~~
WIKI ersetzt dies dann mit dem Name und der Zeit. Die ist aktuell noch in "EDT" was ich sicher noch nach "UTC" ändern werde.

Was habt Ihr dabei so für Erfahrungen gemacht?

Gruss suntri
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 13.03.2008, 23:24

Hallo,

1. die Messung übers Schüttgewicht ist umständlich und wurde auch schnell aufgegeben. Spätere Auflagen hatten einen normalen Doppelspatel und das Buch verwendete "Spatel" als Meßgröße. Die Meßröhre ist schon richtig so. Ich verwende eine kleine Digitalwaage (100g Maximal, 10mg Auflösung). Neu für 10 Euro bei Ebay. Wenn Du mit dem kleinen Meßzylinder klarkommst, prima. Es kommt nie so genau darauf an. Nur bei der Maßanalyse muß man genauer sein.

2. Schwefel hat eine Dichte von 2g/cm3. Eine vollständige Trennung von Eisen ist daher mit Wasser nicht zu erreichen. Der Versuch soll nur das Prinzip zeigen. Auch mit einem Magneten ist eine quantitative Trennung unmöglich, da immer Schwefelreste am Eisen "festkleben".

Es handelt sich fast immer um Demonstrationsversuche, die wie auch Schulversuche mit erheblich höheren Toleranzen behaftet sind als exakte Untersuchungen im Wissenschaft und Technik mit Profiausrüstung. Wahrscheinlich wäre eine Trennung mit Kohlendisulfid möglich. Das wird aber hoffentlich nicht an Privatleute abgegeben (giftig, flüchtig, brennbar, explosive Dämpfe). Ich habe gar nicht erst versucht, es zu beschaffen.

Grüße

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 16.03.2008, 21:40

Im All-Chemist wird wird Eisensulfid mittels "2 Spatel Eisenfeilspäne
und 3 Spatel Schwefel" hergestellt.

V74 ist dann schon etwas gefährlicher "Herstellung einer Stinkbombe"
Einige Körnchen des hergestellten Eisensulfides in eine Reagenzglas und einige cm Natriumhydrogensulfatlösung dazu = Schwefelwasserstoff.

------------------------------------------------------------------------------
Größere Mengen Schwefelwasserstoff sind giftig! Halte dich deshalb
unbedingt andie angegebenen Mengen, die unschädlich sind. Führe
die Versuche aber auf alle Fälle im Freien oder vor dem geöffneten
Fenster durch!

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Äh, ich habe das damals mit in die Schule genommen und in der Pause im Papierkorb zusammengegeben, wieder schön Papier darüber damit es keiner sieht. Leider sind sie mir dann doch draufgekommen, weil meine Chemiekästen doch schon bekannt waren. :lol:

Ordnung, Fleiß, Sauberkeit, Disziplin durfte ich damals 200x aufschreiben, aber in Schönschrift. :cry:

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 16.03.2008, 21:55

Chemiker hat geschrieben: Ich verwende eine kleine Digitalwaage (100g Maximal, 10mg Auflösung).
Das hört sich gut an, allerdings weiß ich, daß das genaue wiegen in diesem Bereich
ein Problem darstellt, schon der leiseste Lufthauch verfälscht den Wiegevorgang. Bei uns in den Labors stehen alle Waagen in dieser Genauigkeit in einem Glaskasten.

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davidneu

Beitrag von davidneu » 17.03.2008, 06:37

Weil ich mich pädagogisch und psychologisch in dem Bereich einigermaßen gut auskenne, weiß ich, dass das 200fache Wiederholen von irgendwelchen Vokabeln da sicherlich nix bringt - eine Sanktion, die aus dem Einsperren deiner Person zusammen mit einer selbst hergestellten Stinkbombe bestanden hätte, wäre psychologisch (!) sinnvoller gewesen :wink:

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Chemiker

Beitrag von Chemiker » 17.03.2008, 20:18

Wilhelm hat geschrieben:Das hört sich gut an, allerdings weiß ich, daß das genaue wiegen in diesem Bereichein Problem darstellt, schon der leiseste Lufthauch verfälscht den Wiegevorgang. Bei uns in den Labors stehen alle Waagen in dieser Genauigkeit in einem Glaskasten.
10mg Auflösung ist eine Kartoffelwaage, die im Labor für Grobwägungen vorgesehen ist. 10 mikrogramm sehen da schon anders aus. Diese Waagen stehen gewöhnlich im klimatisierten Wägeraum. Für die Heimversuche muß sich aber niemand so finanziell anstrengen. Die Anschaffung einer kleinen billigen (10 Euro Ebay sofort und neu) 100/0,01 Waage ist für den Hobbyisten empfehlenswert. Da kann man nichts falsch machen.

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Wilhelm
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Beitrag von Wilhelm » 17.03.2008, 21:44

10mg Auflösung ist eine Kartoffelwaage, die im Labor für Grobwägungen vorgesehen ist. 10 mikrogramm sehen da schon anders aus. Diese Waagen stehen gewöhnlich im klimatisierten Wägeraum. Für die Heimversuche muß sich aber niemand so finanziell anstrengen. Die Anschaffung einer kleinen billigen (10 Euro Ebay sofort und neu) 100/0,01 Waage ist für den Hobbyisten empfehlenswert. Da kann man nichts falsch machen.
Stimmt, habe mir die Dinger bei e bay mal angeschaut, kann man immer brauchen.

Weil ich mich pädagogisch und psychologisch in dem Bereich einigermaßen gut auskenne, weiß ich, dass das 200fache Wiederholen von irgendwelchen Vokabeln da sicherlich nix bringt - eine Sanktion, die aus dem Einsperren deiner Person zusammen mit einer selbst hergestellten Stinkbombe bestanden hätte, wäre psychologisch (!) sinnvoller gewesen
Au Backe, damals wäre das sicherlich noch gegangen, hätte ich auch überlebt.
Heutzutage würden sie dem Lehrer eine Diensaufsichtsbeschwerde oder sowas anhängen.

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