Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

alles was sich auf einzelne Teile bezieht

Moderator: suntri

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DG7-32
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Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von DG7-32 » 09.01.2010, 20:18

Hallo!

Hat jemand von euch der einen Schuco 6205 E-F Zusatzkasten besitzt, ein anderes Ton-ZF-Modul beigelegt als hier abgebildet?
Ton-ZF0002.jpg
Ton-ZF0002.jpg (17.44 KiB) 8084 mal betrachtet
Ton-ZF0002.jpg
Ton-ZF0002.jpg (17.44 KiB) 8084 mal betrachtet
Meine Frage stelle ich deshalb, weil am Baukastendeckel und im Prospekt zu diesem Kasten ein Modul dargestellt ist, bei dem anstatt des LC-Kreises für den Diskriminator IC ein Keramik-Resonator eingelötet ist.
Ton-ZF-Modul Prototyp.JPG
Ton-ZF-Modul Prototyp.JPG (6.49 KiB) 8084 mal betrachtet
Ton-ZF-Modul Prototyp.JPG
Ton-ZF-Modul Prototyp.JPG (6.49 KiB) 8084 mal betrachtet
Ich habe dieses Modul mit LC-Kreis 1:1 nachgebaut und meine Experimente damit haben einen etwas eigenartigen Charakter, da ich ohne eine ZF-Einkopplung am NF-Ausgang ein Gemisch aus Kurzwellenstationen höre. Dieser AM-Empfang verschwindet erst dann, wenn am Eingang genügend 5,5MHZ HF vorhanden ist, die Begrenzung des Diskriminators also aktiv wird.
Ich habe ähnliche ZF-Bausteine aus ausgeschlachteten Grundig TV's, da hört man ohne Beschaltung des Einganges nur Rauschen am Ausgang, also keine KW-Stationen.

Da beim IC TBA120S standardmäßig eine DC-Rückkopplung zwischen PIN 13 und 14 angedacht ist welche bei Verwendung eines eingangsseitigen LC-Kreises geschlossen wird, ist bei kapazitiver Einkopplung oder Vorschalten eines Keramik-Resonators ein Widerstand von max. 1kOhm zwischen diesen Pins einzulöten. Im vorliegenden Falle ist eine kapazitive Einkopplung vorgesehen und die DC-Rückkopplung wird mittels eines 15 KOhm Widerstandes realisiert. Vielleicht ist das der Grund für das schlechte statische Verhalten des ZF-Bausteines.

Kann mir jemand mit weiteren Bildern der Bestückungsseite aushelfen, oder hat jemand ähnliche Erfahrungen mit diesem Modul?

Vielen Dank für eure Hilfe, Gruß

Markus

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von suntri » 09.01.2010, 21:24

Sali Markus

Ich habe so ein Modul und es schaut genau gleich aus.

Gruss suntri
Gruss suntri

Erkläre es mir, ich werde es vergessen. Zeige es mir, ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. Indisches Sprichwort.

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von DG7-32 » 11.01.2010, 10:25

Hallo Suntri!

Vielen Dank für deine Antwort!
Es ist erstmal beruhigend zu wissen, dass -wie es den Anschein hat - die LC-Version zur Auslieferung kam. Wie ich mit damit mein Problem löse ist mir noch nicht ganz klar, mal sehen...
Zum Glück spendieren mir die derzeitigen Wetterverhältnisse einige Bastelstunden in der warmen Stube.

Gruß, Markus

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von foofighter » 12.01.2010, 18:45

Hallo Markus,

bei meinem Kasten (ist sogar noch eingeschweißt) sieht das Modul auch so aus wie bei dir.

Grüße

foofighter

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Peter » 15.01.2010, 16:23

Hallo Markus,
auch ich habe so ein Ton-ZF Modul aus dem Schuco Zusatzkasten.
Sieht exakt so aus, wie das in obiger Abbildung.
Selbst die Buchstaben auf dem IC sind die gleichen (S,P).
mfg
peter

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Lutz » 04.03.2013, 18:28

Hallo!

Ich krame dieses alte Thema mal hoch, da ich hier und da auch schon den TBA120 mit diversen Suffixen verbaut habe.

Der TBA120S war tatsächlich für LC-Kreise vorgesehen und je nach äußerer Beschaltung kann er sich so benehmen, daß er kein "ausreichendes" Eigenrauschen produziert, um ohne Eingang halt ein Rauschen am NF-Ausgang zu produzieren. Üblicherweise reicht aber die Anschaltung des vorgehenden Mischers mit dessen eigenem Rauschflur, um den TBA--- dann entsprechend zu erwecken.
Man konnte, lt. Datenblatt in der Tat den 120S auch für keramische Resonatoren beschalten.

Siemens hat den dann aber überarbeitet, als es sich abzeichnete, dass die keramischen Filter und Resonatoren sehr preiswert zu bekommen waren und somit auch 1-2 Abgleichpunkte entfielen, sowie die vergleichsweise nicht gar so billigen LC-Filter, die auch noch mehr Platz benötigten. Das war der TBA120T

Die letzte Evolution war dann der TBA120U, der wieder beides konnte, aber angebilich auch besser als der Urtyp 120S, denn Flexibilität ist auch ein Grund der Daseinsberechtigung ;o))

Den TBA120S gab es auch noch als pinkompatible Energiesparversion als SO41P für Batteriegeräte, sehr häufig zusammen mit dem Mischer SO42P, der sehr häufig eingesetzt wurde. Dieser hatte als Vorteil bereits die gesamten Widerstände "drinnen", die der funktionsgleiche MC1496 (LM1496) noch extern benötigte.
In alten Datenblättern war es aber auch oft schwierig, zu unterscheiden, ob er nun "S-null-41P" oder S-Oscar-41P hiess. Da konnte man manchmal in diversen Verkaufslisten an der vermeintlich richtigen Stelle nix finden.

Diese Siemens-Entwicklungs-Serie löste dann kurzzeitig Anfang der 80'er Jahre der TBB1469 für Schmalband ab, der im Grunde ZF-Amp, Mischer, Filterports, Begrenzerverstärker und Quadratur-Demodulator enthielt. Dieser war auch schon als SMD-Version TBB2469 zu haben.

Offenbar lohnte aber eine Weiterproduktion nicht mehr wirklich, denn Motorola mit der Serie des MC3357u.Ä. und ähnlichen bis zum "Empfänger-Doppelsuper-Komplettchip" MC3363 lief der Siemens-Reihe schlicht den Rang ab.

Der MC3361 (1.ZF, 2.LO, Mischer, Filterports, Begrenzer, Demodulator, Squelch-Schaltung) hält sich bis heute, einige dieser Motorola-Typen werden aber nur noch als Lizenzfertigung angeboten und teils auch unter anderen Typenbezeichnungen (TK10240 oder so...) aus Fernost angeboten.

Ebenfalls versuchte sich Philips noch an einer Ablösung des SO42P durch den NE bzw. SA614, (bzw. SA604) der zusammen mit dem Mischer NE/SA 612 (bzw. 602) als eigentlich vollständiger Schmalband-FM-Empfängerzug arbeiten konnte.

Letztlich ist der NE612 in seinen Variationen als häufiger preiswerter Gilbert-Cell-Mischer übriggeblieben. Der MC3361, wie gesagt, bis heute in der aktuellen Produktion und auch nicht totzukriegen.

Vorteil der TBA's aber waren die unproblematische Verwendung für Rundfunk/TV-Breitband-FM sowie auch bis herunter zu 10 kHz-FM-Schmalbandanwendungen, wobei der Unterschied mehr oder weniger nur in der Güte der Filterei bestand.

So, mal eben aus der Erinnerung hergekramt, kein Anspruch auf absolute Vollständigkeit, hihi.

Aber zum Kern der Sache: Sobald der TBA... mit komplettem Empfängerzug richtig arbeitet, ist nichts falsch!

Gruss Lutz
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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von DG7-32 » 05.03.2013, 17:28

Hallo Lutz!

Herzlichen Dank für deine Ausführungen zum TBA120!
Nun warum ich damals den Beitrag verfasst habe hatte den Grund, dass ich mit der Funktion des Schuco TON-ZF Bausteines nicht zufrieden war.
Experimente mit vorgeschaltenen UKW-Mischstufen hatten mich ins blanke Staunen verstetzt, als ich zwischen den einwandfrei demodulierten FM-Signalen AM-Rundfunkstationen hörte. Dies konnte ich mir nur an Hand der sonderlichen Beschaltung des TBA erklären.
Aus Zeitgründen wurden die Versuche nicht weiterverfolgt und so bleibt es mir ein Rätsel, warum die Philips Ingenieure für die DC-Rückkopplung des TBA einen 15K Widerstand anstatt des im Datenblatt vorgeschlagenen 1K Widerstandes verwendet haben.
Nun gut, irgendeinen Grund wirds dafür schon geben. Vermutlich liegt es an der Ausgangsschaltung der Bild ZF-Einheit. Für andere Zwecke als die in der Bild ZF enthaltene Ton-ZF zu demodulieren war ja das Modul nicht vorgesehen, also darf man sich ja nicht beschweren und es besteht ja immernoch die Möglichkeit die Beschaltung entsprechend zu ändern.

Gruß,
Markus

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Lutz » 05.03.2013, 22:35

Hallo Markus!

Die Fehlbestückung ist in der Tat merkwürdig und praxisfremd. Aber das gab es schon immer, dass entweder ein Bauteil falsch geplant wurde oder falsch bestückt. Spätestens seit den Richter-Büchern spricht man ja auch von didaktisch eingebauten "Fehlern", die einen zum Denken anregen sollen: Differenzen zwischen Schaltplan und Beschreibung bzw. der zeichnerischen Gerätedarstellung/Verdrahtungsplan.
Wahrscheinlich gab es bei Philips in Hamburg schon so etwas wie eine Hotline oder Sorgentelefon für solche Fälle.

So wie ich die Innenbeschaltung des TBA verstanden habe, ist dieser Widerstand massgebend für einen Stromspiegel der Verstärkerstufen.
Klar, dass bei nicht ausreichender Verstärkung auch die AM-Unterdrückung nicht gescheit funktioniert. Noch dazu in dem Zusammenhang, dass die recht lockere Aufbauweise eine Einstrahlung von Kurzwelle nicht eben stark behindert. Auch das ist ja ein Lerneffekt. Möglicherweise wurde das auch von Philips so beantwortet. Vielleicht hatten sie auch für entsprechend enttäuschte oder wissbegierige Jungs (oder auch Mädels!) ein korrekt bestücktes Modul. Ich jedenfalls hab mich damals bei nicht funktionierenden Schaltungen nicht an Philips gewandt sondern eher an meinen Vater. Gut, viel konnte er mir auch nicht helfen. Meist war es jedoch eigene Nachlässigkeit, also ein Aufbaufehler meinerseits. Schade, den UKW-Pendler z.B. war in meinem Buch nicht drin!

Viele Grüsse,
Lutz
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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von JeanLuc7 » 06.03.2013, 14:08

Wahrscheinlich gab es bei Philips in Hamburg schon so etwas wie eine Hotline oder Sorgentelefon für solche Fälle.
Die gab es in der Tat - die berühmte Abteilung "Klaus". Wenn man an Philips Hamburg schrieb, weil man Ersatzteile brauchte, etwas nicht funktionierte oder man etwas Neues zusammengesetzt hatte, bekam man eine Brief zurück, auf dem ein blaues Kinderschokoladegesicht aufgedruckt war. Der Text war kinderverständlich und stets mit einem blauen "Dein Klaus"-Stempel versehen.

Ich habe dort einmal meinen EE2005-MW/LW-Superhet reparieren lassen - offenbar hatte meinem Weihnachtskasten eine falsch eingestellte rote ZF-Spule beigelegen (welch ein Weihnachtsdrama! Kein einziges der Radios funktionierte...), denn als ich den ganzen Aufbau zurück erhielt, war eine Spule getauscht worden. Außerdem war die Klaus-Abteilung durchaus spendabel. Für ein paar meiner Teenager-Basteleien gab es Ersatzteilgutscheine im Wert von 20 und 30 DM - das ich fand ich damals natürlich total klasse.

Hatte denn sonst noch jemand hier Kontakt mit "Klaus"?

Grüße, JL7

Lutz
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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Lutz » 06.03.2013, 20:39

Hallo liebe Elektronikverseuchten!

Ich erinnere mich dunkel an einen entsprechenden Absatz in den Baubüchern.... Wie gesagt, selber hatte ich dort nie angefragt oder um Hilfe gebeten. Aber wenn es eine eigene Abteilung "Klaus" gab, sozusagen der Problemonkel der EE-Jünger, der sogar reparierte und Bauteile oder Gutscheine hergab.... das nenne ich mal Service!

Naja wenn eine ZF-Spule nicht stimmt, ob unabgestimmt oder defekt, dann ist das definitiv schon ein Drama! Aber gut, wenn in Hamburg Hilfe gegeben wurde.

Wenn ich eine Schaltung nicht auf Anhieb zum Laufen brachte, dann war es in aller Regel nur ein fehlendes Bauteil oder eine fehlende Verbindung aus Draht.

Aber schön, wenn man sich so an die Anfänge erinnern kann. Die EE-Reihe war jedenfalls das genialste Weihnachtsgeschenk ever.


Viele Grüsse,
Lutz
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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von DG7-32 » 07.03.2013, 15:35

JeanLuc7 hat geschrieben: Die gab es in der Tat - die berühmte Abteilung "Klaus". Wenn man an Philips Hamburg schrieb, weil man Ersatzteile brauchte, etwas nicht funktionierte oder man etwas Neues zusammengesetzt hatte, bekam man eine Brief zurück, auf dem ein blaues Kinderschokoladegesicht aufgedruckt war. Der Text war kinderverständlich und stets mit einem blauen "Dein Klaus"-Stempel versehen.
... Wow, das war und ist mir völlig neu! Da wird man richtig seelig :cry: wenn man von dieser Kunden- (Kinder & Jugend) freundlichkeit von damals hört
JeanLuc7 hat geschrieben: Hatte denn sonst noch jemand hier Kontakt mit "Klaus"?
Grüße, JL7
Hier in Österreich war die Vertriebstelle der Philips/Schuco Experimentierkästen Fa. Spiel-Sport Stadlbauer in Salzburg die erste Adressse in Sachen Ersatzteilbestellung und Problembehandlung. Eine Kontaktstelle "Klaus" wie in Deutschland gab es da aber meines Wissens nicht.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich im Alter von 10 Jahren dorthin eine Ersatzteilbestellung von Drosselspule, 4,7µF Elko und OA95 per handgeschriebenen Brief mit dem Verweis "waren nicht in meinem Baukasten enthalten" in Auftrag gab. Innerhalb von zwei Wochen bekam ich die Teile kostenfrei mit dem Vermerk "viel Spaß beim Experimentieren" zugesandt. Gefreud hab ich mich wie ein frisch geprägtes 1 Schilling-Stück. :D
Ansonsten waren dort die Ersatzteilpreise ordentlich geschmalzen. Für einen einzelnen Widerstand musste man an die 5 Schilling umgerechnet ca. 0,71 DM berappen!


Gruß, Markus

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Lutz » 07.03.2013, 22:00

Hallo Markus!

Oha, so 70 Pfennig für einen Widerstand ist schon happig. Gut, das waren/sind auch 1/2W-Typen, ich habe damals in den noch existierenden einschlägigen Fachgeschäften (eines gibt es hier immer noch, aber nicht das "grosse C", die gabs damals noch gar nicht, jedenfalls nicht Deutschlandweit) für einen 1/4-W-Widerstand 10 Pfennige bezahlt. Ich weiss noch, der erste ZN414 von Ferranti, der kostete im Laden 14 oder 17 DM. Den musste ich aber dennoch haben und er hat mir jahrelang viel Freude gemacht, hab ihn heute noch, allerdings einen Nachfolger im Plastikgehäuse. Andere Bauteile, wie Drehko und Ferritstäbchen aus geschlachteten Radios, die damals noch am Strassenrande standen. Ach, das gab immer einen netten Fundus an Teilen.

Aber gut, bei Philips/Schuco wollten sie ja auch an Ersatzteilen noch ein klein wenig daran verdienen. Klar, es zehrte am immer zu geringen Taschengeld, aber ich denke, umgebracht hats dann doch keinen!

Mein Vater war es jedenfalls irgendwann "leid", dass ich seine kleinen Bestände räuberte und auf Resten von Streifenleiterplatinen lötete, so gabs dann den Philips-Kasten zu Weihnachten. NAja gelötet hab ich danach aber auch noch. Mach ich ja auch noch heute.
Wenn auch in ganz anderen Massstäben, hihi.

Viele Grüsse
Lutz
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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von DG7-32 » 07.03.2013, 23:18

Servus Lutz!
Lutz hat geschrieben:... Ich weiss noch, der erste ZN414 von Ferranti, der kostete im Laden 14 oder 17 DM. Den musste ich aber dennoch haben und er hat mir jahrelang viel Freude gemacht, hab ihn heute noch, allerdings einen Nachfolger im Plastikgehäuse. Andere Bauteile, wie Drehko und Ferritstäbchen aus geschlachteten Radios, die damals noch am Strassenrande standen. Ach, das gab immer einen netten Fundus an Teilen.Lutz
... Ja wie sich vieles gleicht. Die Tage der Sperrmüllsammlung waren für mich als Volkschüler mit sehr knappen Bastebudget wie Geburtstag und Weihnachten in Einem!
Trotz dem mein Vater ein Elektrofachgeschäft samt mäßigem Elektronikteile-Bestand führte, durfte ich mich nicht immer selbst bedienen, bzw. waren längst nicht alle interessanten HF-Bauteile, AF oder BF Transistorchen oder ICs vorhanden, deshalb musste geschlachtet werden wo es ging. Vom ebenfalls Elektronik hantierenden Großvater bekam ich immer die ausgelesenen Elex Hefte vom Elektor Verlag geschenkt. Darin waren mehrmals Beiträge von div. Steichholz- oder Seifendosenradios mit dem ZN414 oder dem TDA7000. Bis zu meiner ersten Berufsausbildung als Elektrotechniker mussten diese Beiträge unverrichtet vergessen werden, da solche ICs beim mehr als 60km entfernten Elektronikfachgeschäft einfach nicht für normales Geld zu bekommen waren bzw.erst bestellt werden mussten und im Jahre Schnee mal geliefert wurden.
Mann kann sich das heute kaum noch vorstellen, aber die grenzübergreifende Beschaffung von Bauteilen war im damaligen Europa der 80er und 90er Jahre nicht gerade der Hit. In Deutschland war das sicher ganz anders, da hier viele Produzenten zu Hause waren. Wir in Österreich mussten Elektronik schmuggeln oder eine dicke Geldbörse haben um an neuwertiges Bastelfutter zukommen.
Der blaue C hat mich dann irgendwann per postlagernden Paket erlöst, welches meine Oma im Einkaufskorb unverzollt über die Grenze geschafft hatte. :mrgreen:

Nostalgie pur!

Gruß,
Markus

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von JeanLuc7 » 14.08.2018, 14:33

Salut,

alter Thread, aber aktuelle Frage: Ich habe hier zwei Sets Kanalwähler und Bild-ZF-Einheit, aber nur einen Ton-ZF-Baustein. Ich habe mich an einem Nachbau mit dem TBA120T versucht, der mit einfachen 5,5MHz-Keramikfiltern auskommt. Klappte leider nicht. Nun stammt das IC aus einem ausgelöteten Bestand eines Fernsehers, es ist daher möglich, dass es gar nicht mehr funktioniert. Alternativ habe ich noch eine Reihe TBA120S hier liegen. Die sind zwar auch nicht neu, aber wenigstens ist die Auswahl größer.

Meine Suche nach einem passenden 5,5MHz-LC-Filter ist aber bisher nicht sehr erfolgreich gewesen. Zwar gibt es in der Bucht dieses Angebot, aber das sind ca. 499 Filter zuviel :) Bei reichel finde ich nichts passendes. Weiß jemand, wo man solche Filter heute noch bekommt? Oder lautet die Alternative, einen alten Röhrenfernseher auszuschlachten?

Es grüßt herzlich
JL7/Frank

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von sbetamax » 14.08.2018, 14:55

Hallo Frank,
ich wüsste jetzt auch nicht woh man so einen Filter noch her bekommet. Mit dem Ausschlachten ist es auch nicht so leicht, da die Keramikfilter schon lange im Einsatzt sind. Ich kann nächste Woche mal in einen ältere Betamax Rekorder rein sehen. Da hab ich einiges zum schlachten da und vielleicht findet sich was älteres mit LC Filter.
Gruß Stephan

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von JeanLuc7 » 14.08.2018, 15:25

Salut Stephan,

vielen Dank! Falls Du etwas findest, nehme ich es gerne.

Ich bin gerade dabei, ein paar alte analoge Tuner (den EE2008/Schuco 6205 und ein paar I2C-Tuner) wieder in betrieb zu nehmen und habe mir dazu ein Brett mit Mediaplayer-Quelle (ganz modern, eigentlich mit HDMI-Out, hat aber auch noch Composite video Out), TV-Wandler (Composite Video in zu Antenne Out) und einem Vierfach-Antennenverstärker gebaut. Damit habe ich eine lokale Video-Signalquelle, über die ich die Tuner versorgen kann.

Grüße, Frank/JL7

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von sbetamax » 21.08.2018, 20:41

Hallo Frank,
hier mal ein Bild von der Bild / Ton ZF vom SONY SL-C7E. Da hätte ich was zum schlachten da. Allerdings ist da auch schon ein Keramikfilter verbaut. Das Gerät ist von 1980.
ZF.jpg
ZF.jpg (138.73 KiB) 1394 mal betrachtet
ZF.jpg
ZF.jpg (138.73 KiB) 1394 mal betrachtet
Das IC 503 ist ein TBA120UB!
Zum Keramik Filter CF502 steht nichts im Servicemanual. Mal schnell zerlegt: Es ist ein SFE 5,5MA.

Kannst du damit was anfangen?

Die in dem Rekorder verbauten Tuner sind übrigens von Philips. Wenn ich es noch richtig im Kopf hab.
Gruß Stephan

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von Ingo63 » 22.08.2018, 20:32

Hallo Frank,
habe erst jetzt reingelesen.
Habe mal vor zwei oder drei Jahren hier einen Bestellt:
Toko 480 75200 Doppelfilter für ZF-5,5 MHz
hier gibt es auch einen:
KACA-K-1769 HM-5,5 MHz-Einzelkreis
Ich wünsche dir viel Erfolg und schau mal hier:
Conrad Adventskalender 2018 für Philips EE
MfG
Ingo
_____________________________________________________________________________
Und werft nie ein Q wenn ihr die Folgen nicht abschätzen könnt ( frei nach Douglas Adams ).

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Re: Einige Fragen zum Ton-ZF-Modul des Schuco 6205E-F TV-Lab

Beitrag von JeanLuc7 » 22.08.2018, 21:38

Salut,

vielen Dank für Eure Tipps und die Links - gilt auch für Michael, der mich direkt angeschrieben hat. Ich schau mal, ob die Filter hinter den Links noch zu bekommen sind. Bisher habe ich mit meinen TBA120T noch kein Glück gehabt; bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mit den Keramikfiltern alles richtig gemacht habe.

Grüße, Frank/JL7

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